Fonds-Kauf: So sparen Sie Geld (Teil 1)

Stift Tablet – shutterstock_525817939 phongphan

Heute erfahren Sie, welche Kosten bei einer Anlage in Investmentfonds entstehen. Morgen lernen Sie, wie Sie die größten Kostenblöcke vermeiden können. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Im neuen Halbjahr erhalten Sie den Schlussgong optisch aufgefrischt. Inhaltlich wird sich für Sie nichts ändern. Hier im Schlussgong gehe ich für Sie auf die Marktbewegungen ein, stelle Ihnen relevante Unternehmen vor und helfe Ihnen dabei, beim Wertpapierkauf Geld zu sparen. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

In den vergangenen Jahren bin ich unzählige Male gefragt worden, wie sich beim Erwerb von Fondsanteilen die Kosten reduzieren lassen bzw. wie sich der Ausgabeaufschlag (der zumeist mit üppigen 5% zu Buche schlägt) vermeiden lässt.

Daher habe ich mich dazu entschlossen, Ihnen in einer kleinen Serie hier im Schlussgong verschiedene Spar-Tipps im Zusammenhang mit dem Erwerb von Fondsanteilen vorzustellen.

Doch bevor ich mich den eigentlichen Spar-Tipps widme, möchte ich Ihnen zunächst aufzeigen, welche Kosten grundsätzlich in diesem Zusammenhang entstehen bzw. entstehen können. Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

  • Ausgabeaufschlag,
  • Verwaltungsgebühr der Investmentgesellschaft,
  • gegebenenfalls erfolgsabhängige Vergütung der Investmentgesellschaft,
  • Depotbankgebühr

Der Ausgabeaufschlag

Bei der Festsetzung des Ausgabepreises für neue Fondsanteile rechnen die Investmentgesellschaften dem Anteilswert meist einen Ausgabeaufschlag hinzu. Der Aufschlag wird in Prozent des Anteilswertes berechnet.

Wenn also z.B. der Anteilswert 100 Euro ist und der Ausgabeaufschlag 3% beträgt, zahlen Sie als Anleger für einen Anteil 103 Euro. 100 Euro davon fließen in den Fonds und 3 Euro an die Investmentgesellschaft bzw. deren Vertrieb.

Häufig liegen die Ausgabeaufschläge von Aktienfonds bei 3 bis 6%, bei sogenannten Rentenfonds (es handelt sich dabei um Fonds, die nicht in Aktien, sondern in Anleihen investieren) bei 1 bis 3%.

Verwaltungs- und Managementgebühren

Die jährlichen Verwaltungsgebühren der Investmentgesellschaft liegen oft bei 0,1 (bei Index-Fonds) bis 2,00% (bei aktiv geführten Fonds) pro Jahr. Diese berechnen sich aus dem Nettoinventarwert des Fonds und werden diesem automatisch entnommen.

Die jährlichen Managementgebühren von Indexfonds liegen deutlich unter den Kosten der aktiv geführten Fonds, da kein Analystenteam bezahlt werden muss. Bei einigen Fonds sehen die Anlagebedingungen neben der Verwaltungsvergütung zusätzlich Erfolgsvergütungen für die Manager vor.

Erfolgsprämien und Depotgebühren

Die Erfolgsprämien erhält die Investmentgesellschaft aus dem Fondsvermögen nur, wenn festgelegte Ereignisse eintreten, z.B. beim Übertreffen eines bestimmten Vergleichsmaßstabs (Benchmark).

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Vermögensgegenstände eines Fonds bei einer Depotbank hinterlegt werden müssen. Die Depotbank berechnet dem Fonds dafür eine jährliche Gebühr, deren Höhe in den Anlagebedingungen geregelt ist. Meist wird sie als Promillesatz des Fondsvermögens berechnet. Hinzu kommt: Alle Umschichtungen des Fondsvermögens verursachen Transaktionskosten (Kosten beim Verkauf alter Fonds-Positionen und beim Kauf neuer Fonds-Positionen).

Die zuletzt genannten Kosten werden Sie jedoch kaum spüren. Es gibt zwei echte Kostenblöcke: Die jährliche Managementgebühr und der Ausgabeaufschlag. Doch den größten Kostenblock (den Ausgabeaufschlag) können Sie fast vollständig vermeiden. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, die ich Ihnen morgen hier im Schlussgong vorstelle.

Anlage Symbolbild Gläser mit Münzen_shutterstock_263120237_Tzido Sun

Hedgefonds – Funktionsweise, Strategien & Risiken

Wissenswertes über Hedgefonds Definition: Alternative Geldanlagen mit Mindesteinlagen über 500.000 € Rechtsgrundlage: Werden im Kapitalanlagegesetzbuch geregelt, Regularien für Single- & Dach-Hedgefonds Unterscheidung: Single-Hedgefonds sind Spezialfonds für institutionelle Investoren; Dach-Hedgefonds Spezialfonds oder… › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Rolf Morrien. Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz