Fondslegende erwartet massiven Einbruch am Aktienmarkt

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Die US-Aktienmärkte behaupten sich noch immer. Derweil mehren sich die Stimmen, die vor einem heftigen Einbruch warnen. (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Die extrem hochkapitalisierten US-Techaktien wie Amazon oder Facebook konnten nach der Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal 2018 reüssieren. Die Aktie von Amazon drang gar wieder in den Bereich um 1.600 Dollar vor, obgleich die fundamentale Bewertung ja nach wie extrem hoch ausfällt. Fraglich ist, ob diese sehr teuren Aktien sich weiter auf diesen absurd hohen Ständen werden halten können.

Bären erwachen an der Börse

Höchst beachtlich ist nämlich, dass anscheinend in diesen Frühlingstagen des Jahres 2018 die Bären aus dem jahrelangen Schlaf erwachen. Spannend ist, dass sich darunter auch einige Investmentlegenden befinden. So unter anderem auch Mark Mobius, der ja als einer der bekanntesten Fondsmanager weltweit gilt.

Herr Mobius ist mittlerweile 81 Jahre jung und war über Jahrzehnte hinweg bei Templeton für die Investmentfonds mit Schwerpunkt Emerging Markets verantwortlich. Und just jene Investmentlegende prophezeit nun düstere Zeiten für die Aktienmärkte, insbesondere für die US-Indizes.

Indikatoren weisen auf massiven Einbruch hin

Konkret wurde er jedenfalls in einem Interview mit der “Financial News London”. Alle Indikatoren würden auf einen kräftigen Einbruch der breiten US-Aktienmärkte hindeuten. Wörtlich betonte er: “Der Markt sieht für mich so aus, als ob er nur auf einen Auslöser für einen Absturz wartet.“ Und bei diesem Einbruch dürfte es dann seiner Einschätzung nach rund 30 Prozent nach unten gehen. Anders formuliert, der US-Aktienmarkt müsste also die Gewinne der vergangenen Jahre wieder komplett abgeben.

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Was löst den Crash aus?

Mit Blick auf die konkrete Ursache für den zu erwartenden Kurssturz ist sich Herr Mobius nicht so recht sicher. Das könne seriös kaum vorhergesagt werden. Er nannte aber konkret eine mögliche Naturkatastrophe oder auch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump.

Ja, liebe Leser, Herr Mobius ist sich aber sicher, dass wir alle – in welcher Form auch immer – unter einem Crash leiden werden. Zweifelsohne. Mithin ist es unerlässlich, sich optimal auf dieses Ereignis vorzubereiten, um den schlimmsten finanziellen Schaden zu vermeiden. Praktisch formuliert: bei einem Kurssturz von 30 Prozent bedarf es einer Erholung von sage und schreibe fast 43 Prozent, um auf das alte Ausgangsniveau zu gelangen.

Das kann mitunter Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dauern, ehe das wieder erreicht wird. Mithin hat just jetzt vorsichtiges Agieren, Risikoaversion oberste Priorität. Hinzu kommt nämlich, dass selbst nach einem Crash von 30 Prozent der breite US-Aktienmarkt mit Blick auf die langfristige Bewertung alles andere als ein Super-Schnäppchen ist.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.