Foot-Locker-Aktie: Kursdebakel nach schwachen Zahlen

Das hatten sich die Anleger wohl anders vorgestellt:

Die Aktien von Adidas und Puma gingen zuletzt durch die Decke.

Die Papiere des US-Schuhhändlers Foot Locker erlebten dagegen gerade ein paar wirklich schwarze Tage:

Nach den gemeldeten Quartalszahlen rauschte die Aktie um über 30% in den Keller.

Damit summieren sich die Kursverluste seit Jahresbeginn auf gut 55%.

Warum fielen die Zahlen so schwach aus? Wie steht es um die Zukunfts-<Perspektiven des Konzerns? Was erwarten die Analysten von der Aktie?

Foot Locker im Porträt

Der US-Konzern Foot Locker ist eine 1974 in den USA gegründete international tätige Handelskette von Ladengeschäften im Sportbereich.

Einst unter anderem Namen eine Filiale der untergegangenen Warenhaus-Kette Woolworth, betreibt der börsennotierte Konzern heute fast 4000 Läden in 20 Ländern.

Anders als Dick’s, Academy oder Bass Pro konzentriert sich Foot Locker auf relativ kleine Geschäfte in Top-City-Lagen.

Hierzulande ist Foot Locker gleich doppelt vertreten, seit die Kette 2013 den deutschen Konkurrenten Runners Point übernahm.

Höchstmargen im vergangenen Geschäftsjahr

Dabei lief es in den letzten Jahren gar nicht mal schlecht für den Sportschuh-Händler.

Immerhin kletterten die Erlöse von 4,50 Mrd. Dollar in 2002 auf 7,76 Mrd. Dollar im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Zugleich erzielte Foot Locker mit einem Jahres-Gewinn von 664 Mio. Dollar eine Gewinnspanne in Höhe von 8,55%.

Für Sie zum Vergleich: Das ist das Beste Niveau der vergangenen 30 Jahre.

Dennoch ging es mit dem Aktienkurs zuletzt rasant abwärts, was an dem schwachen Start in das laufende Geschäftsjahr liegt.

Umsatz-Entwicklung dieses Jahr deutlich unter den Erwartungen

Denn die Zahlen zum 2. Quartal trieben den Anlegern deutliche Sorgenfalten auf die Stirn:

Die Erlöse fielen nämlich im 3-Monats-Zeitraum um 4,4% auf 1,7 Mrd. Dollar. Die Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz in Höhe von 1,8 Mrd. ausgegangen.

Die wichtige Kennzahl für Einzelhändler, der Umsatz auf vergleichbarer Fläche, verzeichnete im 2. Quartal sogar einen Rücksetzer um 6%.

V. a. mangelnde Innovationen und schleppende Verkäufe von Top-Artikeln waren laut Firmenchef Richard Johnson dafür verantwortlich.

Gewinn-Erwartungen ebenfalls meilenweit verfehlt

Noch stärker fiel die Abweichung beim erzielten Gewinn aus. Der Nettogewinn brach um knapp 60% auf 51 Mio. Dollar (Vorjahr: 127 Mio.) ein.

Grund war eine Sonderbelastung vor Steuern von 50 Mio. Dollar im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit über die Altersvorsorge.

Je Aktie blieb damit ein Gewinn von lediglich 62 Cent übrig. Die Experten waren im Vorfeld der Zahlen noch von 90 Cent je Anteilsschein ausgegangen.

Analysten unterm Strich zuversichtlich

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Firmenchef Johnson zurückhaltend:

Auf vergleichbarer Fläche rechnet er mit einem weiteren Erlös-Rückgang um 3-4%.

Die Analysten zeigen sich nach dem Kurssturz in der Summe aber optimistisch:

Für dieses Jahr erwarten die Experten einen Gewinn je Aktie von 4,05 Dollar (-15%), der sich im kommenden Jahr wieder auf 4,12 Dollar je Papier erholen dürfte.

Damit handelt die Aktie auf dem knapp 8-Fachen der erwarteten Gewinne.

Das durchschnittliche Kursziel sehen die Analysten bei 42,32 Dollar – und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau (31,82 Dollar).

Vieles dürfte aber davon abhängen, ob Foot Locker den Negativtrend zeitnah stoppen kann.


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23. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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