Foot Locker und ASICS: Die Geschäfte laufen

Bei Foot Locker laufen die Geschäfte mehr als rund.

Durch Wachstum in allen Segmenten wurde der Umsatz im 1. Quartal um 2,6% auf 1,92 Mrd $ gesteigert. Klammert man die negativen Währungseffekte aus, wäre der Umsatz um 7,8% gestiegen.

Ausschlaggebend für die gute Umsatzentwicklung waren in erster Linie die Umsätze auf vergleichbarer Fläche, die um 6,9% zulegen konnten. Die Konzentration auf die Verbesserung der finanziellen und operativen Leistung zahlt sich immer mehr aus. Aufgrund geringerer Umsatzkosten erhöhte sich die Bruttomarge leicht auf 35%.

Unterm Strich verdiente Foot Locker 184 Mio $, nach 162 Mio $ im Vorjahr. Mit einer erneut verbesserten Umsatzrendite von 8,7 auf 9,6% hatte Foot Locker das profitabelste Quartal in der Unternehmensgeschichte. Foot Locker profitierte auch aufgrund seiner gezielten Neuausrichtung auf aktuelle Fashion-Modelle.

Profitabilität gesteigert

Betrachtet man die Geschäftsentwicklung, hat sich der Konzern in den vergangenen Jahren nicht nur strategisch neu aufgestellt, sondern auch durch eine Schrumpfkur in der Fläche profitabler gemacht.

So reduzierte sich allein in den vergangenen zwei Jahren die Anzahl der in Eigenregie betriebenen Geschäfte von 3.500 auf 3.419 weltweit. Bis auf Runners Point und der Region Asien waren alle Segmente und Regionen betroffen. Mit 13 Neueröffnungen und 6 Filialschließungen verzeichnete Kids Foot Locker den höchsten Zuwachs.

Nach drei Jahren zeigt die Umsetzung des strategischen Fünfjahresplans sichtbare Erfolge.

Unternehmensporträt

Foot Locker ist eines der größten Einzelhandelsunternehmen in Nordamerika. International ist der Konzern mit über 3.419 Spezialgeschäften (Sportbekleidung, -schuhe und -ausrüstung) in 23 Ländern vertreten. Hinzu kommt der direkte Verkauf über Kataloge und das Internet (footlocker.com/Eastbay). footlocker.com managt außerdem den Shop- und Katalogverkauf der National Football League (NFL).

ASICS: Die Geschäfte laufen

ASICS hat im Geschäftsjahr 2014 ganz ordentlich zugelegt und den Umsatz um 7,5% auf 354 Mrd Yen gesteigert. Dabei stieg der Umsatz mit Schuhen um 12,3%; die anderen beiden Sparten mussten leichte Einbußen hinnehmen. Das Interesse an Sportartikeln ist angesichts eines erhöhten Gesundheitsbewusstseins und eines Joggingbooms weiterhin sehr hoch.

So ist es auch nicht verwunderlich, das hauptsächlich Lauf- und Wanderschuhe die Umsätze angetrieben haben. Operativ hat ASICS weitere Fortschritte erzielt und das operative Ergebnis (EBIT) um 15% auf 30,5 Mrd Yen deutlich verbessert. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 8 auf 8,6%. Unterm Strich verdiente ASICS mit 22,3 Mrd Yen rund 38% mehr.

Strategieplan erfolgreich umgesetzt

Die Bemühungen, die Geschäfte weltweit entsprechend dem strategischen Fünfjahresplan „ASICS Growth Plan 2015“ zu stärken und auszuweiten, sind erfolgreich und werden fortgesetzt. ASICS denkt darüber nach, nicht nur Mono-Marken-Geschäfte in Indien zu eröffnen, sondern dort auch seine Bekleidung herstellen zu lassen. Der Konzern hat erst kürzlich ein Büro in Gurgaon eröffnet.

Die Vertriebspartnerschaft von ASICS India mit Reliance Footprint-Geschäften lief im März aus. Angesichts der Tatsache, dass auch in Indien das Fitnessbewusstsein steigt, möchte ASICS von seiner Beliebtheit bei Profi-Marathonläufern Gebrauch machen. Zudem will ASICS sein Image auch durch andere Sportarten wie Cricket, Volleyball und Tennis aufbauen.

Für 2015 erwarten wir einen Umsatz von 427 Mrd Yen und einen Gewinn von 24 Mrd Yen.

Unternehmensporträt

ASICS wurde 1949 als Onitsuka Co. gegründet und fusionierte 1977 mit der GTO Co. und der Jelenk Co. zu ASICS. Der Konzern produziert und vermarktet Sportschuhe und Sportartikel und ist heute die fünftgrößte Marke im Sportschuh-Markt weltweit – mit Niederlassungen in aller Welt. Bekannt ist ASICS vor allem für seine Laufschuhe, die von Sportlern und Sportmedizinern weltweit geschätzt werden.

24. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Volker Gelfarth. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt