Ford-Aktie: Autonomes Fahren bis 2021 Wirklichkeit

Legale Hürden, technische Herausforderungen und – nicht zuletzt nach dem Unfall eines selbstfahrenden Teslas vor wenigen Wochen – wachsende Sicherheits-Bedenken:

Autonomes Fahren wird in diesen Tagen von vielen Seiten skeptisch beäugt. Der US-Autobauer Ford nimmt die Herausforderung an. Bis 2012 will der Konzern selbstfahrende Autos in Serie bauen.

Auch wenn Anleger diese Ankündigung zunächst ohne größere Aufregung entgegennahmen und der Kurs der Ford-Aktie nahezu unverändert blieb, ist der Plan von Ford ein weiterer Meilenstein bei der Entwicklung neuer Technologien.

Anleger sollten sich also bereits jetzt Gedanken machen, wie sie von derartigen Zukunfts-Technologien profitieren können.

Bisher waren Experten davon ausgegangen, dass sich der Autobauer aus Michigan bei der Entwicklung von Robo-Fahrzeugen mit IT-Riese Google zusammenschließen würde.

Nun versucht es Ford jedoch im Alleingang – zunächst jedoch nicht für den Privatkunden.

Ford: Autonomes Fahren zunächst für Taxi-Unternehmen

Abnehmer für die autonom fahrenden Autos sind hingegen Taxi-Unternehmen wie Uber, die in wenigen Jahren komplett auf speziell ausgebildete Fahrer verzichten könnten.

Für den privaten Bereich kämen solche Entwicklungen jedoch zu früh, erklärte Vorstands-Chef Mark Fields in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“.

Zwar habe man viel getan, um die Kosten für technische Komponenten zu senken, bis auf weiteres würden die Kosten für derartige Fahrzeuge jedoch hoch bleiben.

Erst vor wenigen Tagen hatte Ford den Grundstein für die ambitionierten Pläne gelegt. Gemeinsam mit dem chinesischen Internet-Konzern Baidu investiert der Autobauer in den US-Zulieferer Velodyne.

Dieser gilt als Vorreiter auf dem Gebiet von Laser-Radaren, die für die selbstständige Fortbewegung der Fahrzeuge benötigt werden.

Außerdem erwarb Ford die auf selbstlernende Maschinen spezialisierte Firma SAIPS, die das konzerneigene Forschungs-Zentrum im kalifornischen Palo Alto unterstützen soll.

Auto Aktien: Auf Zukunfts-Technologien achten

Klar ist: Unternehmen, die nicht auf den Megatrend „Autonomes Fahren“ setzen, werden in wenigen Jahren in starke Probleme kommen.

In immer mehr Umfragen wird deutlich, dass sich Autofahrer auch in Deutschland auf die Technik verlassen würden, um sie sicher und schnell zum Arbeitsplatz zu bringen.

Aktuell wird der Markt von Zwischen-Lösungen dominiert, die beispielsweise in Staus oder normalen Autobahn-Fahrten das Steuer übernehmen können.

Premium-Marken wie Mercedes-Benz oder BMW haben derartige Lösungen bereits in ihren heutigen Modell-Reihen verbaut.

Voraussetzung für das Funktionieren dieser Systeme ist jedoch, dass der Fahrer jederzeit mindestens eine Hand am Steuer behält und bei Versagen der Technik verzögerungsfrei eingreifen kann – v. a. aus rechtlichen Gründen.

Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis autonomes Fahren auch hierzulande erlaubt wird. Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat derartige Pläne bereits in seiner Schublade liegen.

Anleger sollten daher bei der Auswahl von Aktien im Automobil-Sektor bereits jetzt genau recherchieren, ob und in welchem Ausmaße der gewünschte Konzern auf die Karte „autonomes Fahren“ setzt.

Aktien von diesen Unternehmen dürften in den kommenden Jahren die größten Profiteure sein. Möchten Sie auch von der automatisierten Zukunft profitieren? Dann klicken Sie hier.

19. August 2016

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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