Fossil: Mit unverwechselbarem Design auf Wachstumskurs

Im Jahr 1993, mit Umsätzen gerade mal über 70 Mio. $, überzeugte Fossil mit seiner Story und seinen Ideen die Experten der Wall Street und wurde ein an der Nasdaq gelistetes Unternehmen.

Mit steigendem Bekanntheitsgrad der Marke Fossil und dem guten Ruf bezüglich der Qualität seiner Produkte, führten die Kunden das Unternehmen in neue Dimensionen. Fossil begann zusehends in neue Produktkategorien zu expandieren und erweiterte seine Vertriebskanäle nach Übersee.

Mittlerweile werden rund 60% der Umsätze außerhalb der USA erwirtschaftet. Um die erhöhte Nachfrage nach Fossil-Uhren bedienen zu können und deren Qualität sicherzustellen, akquirierte Fossil zusätzliche Fertigungskapazitäten in Hongkong, China und Japan.

Markenentwicklung

Fossils Produkte unterscheiden sich von denen seiner Konkurrenten hauptsächlich durch innovative modische Details, die aus einer großen Auswahl verschiedenster Ziffernblätter, Gehäuseformen, Uhrengläsern und Armbändern bestehen.

Ein firmeneigenes Kreativteam koordiniert die gesamte Produktkonzeption bis hin zur Verpackung. Diese Gruppe ist auch verantwortlich für die Werbung und für die optimale Präsentation der Waren in den Geschäften, um mit den richtigen Mitteln in den jeweiligen Zielmärkten das Branding zu erhöhen. Zusätzlich trägt der Internetauftritt zur Markennamenentwicklung bei.

Mit firmeneigenen Fertigungsstätten und zentralen Auslieferungslagern soll das Risiko eines zu hohen Warenbestands verringert werden. Gleichzeitig wird dadurch die Flexibilität erhöht, die Kunden entsprechend ihrer Anforderungen zu beliefern. Verglichen mit den Konkurrenten hat Fossil mit dieser Infrastruktur erhebliche Kostenvorteile.

Fossil steigert Gewinn …

Fossil ist in der Erfolgsspur und konnte auch im 2. Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Dabei wurde die Markterwartung deutlich geschlagen. Auch der Umsatz lag angesichts der positiven Entwicklung im wichtigsten Absatzmarkt Nordamerika über unseren Schätzungen.

Der Umsatz stieg um 11% auf 706 Mio. $, und der Nettogewinn verbesserte sich überproportional um knapp 25% auf 67,7 Mio. $. Diese Entwicklung wurde durch die Umsatzsteigerung im asiatischen Markt und das bessere Einzelhandelsgeschäft begünstigt. Die Übernahme der Skagen-Uhrenmarke steuerte 43,5 Mio. $ zum Umsatz bei.

… und vertieft Schweizer Produktion

Fossil investiert mehrere Millionen Schweizer Franken in die Herstellung von Swiss-Made-Uhren: Über seine Tochtergesellschaft baut das Unternehmen in Glovelier im Kanton Jura eine eigene Uhrengehäuse-Fertigung auf. Bis 2015 sollen dort über 100 Arbeitsplätze entstehen.

Mit der eigenen Uhrengehäusefertigung will Fossil im Hinblick auf neue Swiss-Made-Vorschriften die Fertigungstiefe seiner in der Schweiz hergestellten Uhren ausweiten – unter anderem für die Marken Zodiac und Burberry. Die Produktion soll dann von einigen 1000 Uhren auf über 100.000 Stück pro Jahr hochgefahren werden.

Geschäftsmodell auf dem Prüfstand

Fossil erfüllt 6 von 8 allgemeinen Qualitätskriterien und 7 messbare Kriterien. Der Konzern verfügt zwar nicht über eine Monopolstellung in seinem Kerngeschäft für Uhren, doch die Bruttogewinnmarge liegt mit 58% über der von Mitbewerbern und konnte sogar innerhalb der letzten Jahre trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds gesteigert werden. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Umsatzrendite, die deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt.

16% Kurspotenzial

Fossil weist beim Cashflow eine hohe Schwankungsbreite auf, deren Ursache in der Finanzierung des Wachstums liegt, die fast ausschließlich über Eigenmittel erfolgt. Um dennoch zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen, haben wir den Diskontsatz mit einem Sicherheitszuschlag belegt und kommen so zu einem fairen Wert von 180 $, was einer Sicherheitsmarge von 56% entspricht. Die Prognose der Aktienrendite liegt zwischen 11 und 16% p. a.

8. November 2013

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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