Fraport-Aktie: Wie sich die Investitionen jetzt auszahlen

Die Luftfahrtbranche boomt. Von Jahr zu Jahr steigen die Zahlen der Flugzeuge, der angebotenen Flüge und der Passagiere sowohl im Tourismus- als auch im Businessbereich. Auch der Frachtverkehr wird immer stärker über den Wolken abgewickelt.

Das wichtigste Drehkreuz in Deutschland, sowohl für Reisende als auch für den Gütertransport, ist der Frankfurter Flughafen. Der bundesweit größte Flughafen spielt auch international eine entscheidende Rolle. Gemessen am Passagieraufkommen ist Frankfurt der drittgrößte Flughafen Europas – nach London-Heathrow und Paris-Charles-de-Gaulle – und schaffte es weltweit zuletzt auf Platz elf.

Die Branche wächst – Frankfurt auch

In den vergangenen Jahren hat die Betreibergesellschaft Fraport einiges investiert, um diese Positionen zu halten. Sowohl das Flugfeld als auch der Servicebereich im Innenbereich mit Gastronomie und Geschäften wurden ausgebaut. Damit sieht sich Fraport für die Zukunft gut gewappnet, denn auch hier geht das Wachstum weiter.

Im Mai wurden erstmals mehr als 200.000 Fluggäste an einem Tag abgefertigt, im gesamten Monat waren es 5,6 Millionen und damit gut 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das verbesserte Angebot für Maschinen und Menschen am Frankfurter Flughafen sorgt für deutliches Wachstumspotenzial in der Zukunft.

Bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres legte Fraport beeindruckende Zahlen vor. Obwohl im Winter weniger Menschen Flugreisen buchen – die Hauptsaison liegt auch hier klassisch in den Sommermonaten – und die Lufthansa-Piloten streikten, konnte Fraport sein operatives Ergebnis um 14 Prozent steigern auf 153 Millionen Euro. Auch der Umsatz stieg kräftig um 11 Prozent auf 576 Millionen Euro.

Wachstumspotenzial für Jahrzehnte

Branchenexperten erwarten, dass der Wachstumstrend sich nicht nur in den nächsten Jahren, sondern sogar in den kommenden Jahrzehnten fortsetzt. Kein Wunder, denn gerade in den Schwellenländern nehmen Tourismus- und Reisebereitschaft zu. Außerdem ermöglichen Billigairlines immer mehr Menschen, zu erschwinglichen Preisen Flugtickets zu ergattern.

Nach den Siegeszügen von Eisenbahn und Automobil hat inzwischen längst der Vormarsch des Flugverkehrs begonnen. Anfangs noch teures Luxusangebot, sind Reisen mit dem Flugzeug seit den 1990er Jahren zum Massenphänomen geworden.

Analysten optimistisch

Inzwischen fliegen täglich rund 27.000 Flugzeuge allein im europäischen Luftraum. Drei Millionen Starts gab es 2013 von deutschen Flughäfen aus. Mit mehr als 3 Milliarden Fluggästen weltweit ist 2014 statistisch betrachtet fast jeder zweite Mensch auf der Welt einen Flug angetreten.

Tatsächlich stecken zwar deutlich weniger Einzelpersonen dahinter, angesichts der zahlreichen Viel-, aber auch Nichtflieger. Dennoch sind die Zahlen beeindruckend – und werden wohl auch künftig weiter wachsen.

Ähnliches prognostizieren Analysten übrigens auch für die Fraport-Aktie. Diese war zuletzt für rund 57 Euro zu haben und hat sich somit seit Jahresbeginn um gut 18 Prozent verteuert. Die jüngsten Analysen gehen jedoch mehrheitlich von weiterem Wachstumspotenzial aus und empfehlen die Aktie überwiegend zum Kauf. Das Kursziel wurde zuletzt meist zwischen 60 und 70 Euro angesetzt, einzelne Studien gehen sogar von bis zu 74 Euro aus. Die Branche jedenfalls erscheint zukunftssicher.

2015-07-03 Fraport

5. Juli 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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