Fresenius-Aktie auf Rekordjagd

Die Erwartungen waren ziemlich hoch gesteckt – doch Fresenius hat geliefert:

Einmal mehr präsentierte der Gesundheits-Konzern eine exzellente Bilanz und verzeichnete gar das 13. Rekordjahr in Folge.

Besonders erfreulich ist, dass die Umsatz- und Gewinn-Steigerung sich nicht auf einzelne erfolgreiche Sparten konzentriert, sondern – wenn auch in Abstufungen – flächendeckend sämtliche Geschäfts-Bereiche abdeckt.

Die Zahlen im Überblick

Der Fresenius-Konzern ist bekanntlich in 4 Sparten untergliedert:

  1. Fresenius Vamed bezeichnet das Geschäft mit Dienstleistungen für Krankenhäuser. Dieser Bereich verzeichnete im vergangenen Jahr ein Umsatz-Plus von 4% auf gut 1,1 Mrd. € und eine Gewinn-Steigerung um satte 8% auf 69 Mio. €. Die Ebit-Marge lag bei 6% – und damit ebenfalls leicht über dem Vorjahreswert.
  2. Fresenius Helios ist die konzerneigene Krankenhaus-Sparte. Sie schaffte 2016 eine Umsatz-Steigerung um 5% auf gut 5,8 Mrd. €, das Ebit legte um 7% auf 682 Mio. € zu. Die Ebit-Marge lag mit 11,7% 0,2% oberhalb des Vorjahres.
  3. Etwas zurückhaltender fiel das Wachstum bei Fresenius Kabi, der Infusions-Dparte des Konzerns, aus. Dennoch konnte auch hier ein Umsatz-Plus von 1% auf 6 Mrd. € erzielt werden. Das Ebit kletterte um 3% auf 1,2 Mrd. €. Die Ebit-Marge liegt hier bei stolzen 20,4% und entwickelte sich somit ebenfalls positiv.
  4. Den größten Einzelbereich bildet jedoch Fresenius Medical Care: Die Sparte ist mit ihrer Aktie eigenständig im DAX notiert und verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Umsatz-Steigerung um 7% auf fast 18 Mrd. US-Dollar. Auch die Ebit-Steigerung fiel hier mit 13% auf gut 2,6 Mrd. Dollar besonders deutlich aus. Die Ebit-Marge konnte um 0,8% auf 14,7% gesteigert werden.

Exzellente Entwicklung

Fasst man all die erfolgreichen Segmente zum Gesamt-Ergebnis zusammen, ergibt sich für Fresenius ein Umsatz-Plus von 5% auf 29,1 Mrd. € bei einer Ebit-Steigerung um 9% auf 4,3 Mrd. € und eine Ebit-Marge von 14,9%.

Kurzum: Das kann sich sehen lassen! Gleiches gilt für die Dividende, die zum 24. Mal in Folge angehoben werden soll.

Im kommenden Jahr dürfte der Konzern damit zum Dividenden-Aristokraten aufsteigen: Als solche bezeichnet man Unternehmen, die 25 Jahre in Folge die Dividende angehoben haben.

Auch die kurz- und mittelfristigen Geschäfts-Aussichten lassen Anleger wie Analysten zufrieden zurück:

Bis 2020 erwartet der Konzern eine durchschnittliche jährliche Umsatz-Steigerung von gut 11%, die Gewinne sollen im gleichen Zeitraum um rund 13% im Jahr ansteigen.

Für 2020 peilt Fresenius einen Umsatz von 43 – 47 Mrd. € an und ein Konzern-Ergebnis von 2,4 – 2,7 Mrd. €. Und der Konzern ist auf dem besten Wege, seine ambitionierten Ziele zu verwirklichen.

Fresenius-Aktie: Da geht noch was

Die Fresenius-Aktie ist ebenfalls erfolgsverwöhnt: Auf Jahressicht legte das Papier um fast 1/4 zu. Innerhalb der letzten 3 Jahre hat das Papier seinen Wert mehr als verdoppelt.

Trotz der Rally erwarten Analysten eine weitere Wertsteigerung.

Mit großer Mehrheit empfahlen sie zuletzt die Fresenius-Aktie zum Kauf, die Kursziele liegen dabei überwiegend zwischen 81 € (Commerzbank) und 92 € (NordLB).

JP Morgan traut der Fresenius-Aktie gar einen Anstieg auf 99 € zu. Das Papier war zuletzt für rund 75 € zu haben.

2017-03-03 Fresenius

3. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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