Fresenius Aktie gibt Gas: Warum Analysten jetzt zum Kauf raten

Es gibt an der Börse Konzerne, die sehr stark von der jeweiligen Konjunkturentwicklung abhängig sind. Dazu zählt zum Beispiel die Automobilbranche, wobei die aktuell bekanntlich mit ganz eigenen, eher hausgemachten Problemen zu kämpfen hat.

Daneben gibt es jedoch auch zahlreiche Unternehmen, denen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wenig anhaben kann – weil ihre Produkte auch in Krisenzeiten gebraucht werden. Nahrungsmittel- und Konsumgüterkonzerne sind hierfür ein klassisches Beispiel. Doch auch die Gesundheitsbranche zählt zu den ziemlich krisenresistenten Werten.

Kontinuierlicher Aufwärtstrend – allen Krisen zum Trotz

Das verdeutlicht ein Blick auf Fresenius. Der Gesundheitskonzern mit seinen Kliniken und Dialyseeinrichtungen hat seine Umsatz- und Gewinnergebnisse in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern können, allen Krisen zum Trotz.

Dabei helfen vor allem zwei Faktoren: Zum einen werden die Menschen immer älter – und damit auch potenziell krankheitsanfälliger, wodurch sie über längere Zeiträume medizinische Unterstützung benötigen. Zum anderen hat sich Fresenius inzwischen ziemlich breit aufgestellt.

Das gilt sowohl für das Angebot an Produkten und Dienstleistungen, als auch für die globale Reichweite. Längst ist der Konzern in mehr als 100 Ländern rund um den Erdball aktiv. Und gerade in der sich verbessernden Gesundheitsversorgung in den Schwellenländern liegt für Fresenius ein deutliches Wachstumspotenzial.

Schwacher Euro sorgt für positive Effekte

Hinzu kommt, dass das Unternehmen aktuell vom schwächelnden Euro profitiert. Positive Währungseffekte sorgen für noch bessere Bilanzen. Dieser Mechanismus hat zwar keine Ewigkeitsgarantie, sondern wird sich in Zukunft früher oder später verändern, ohne dass Fresenius darauf Einfluss nehmen könnte. Doch zumindest momentan können satte Profite generiert werden.

Die sind auch nötig, denn durch zahlreiche Übernahmeaktivitäten der vergangenen Jahre ist der Konzern mittlerweile ziemlich verschuldet. Das ist aus Anlegersicht der einzige größere Wermutstropfen in dem ansonsten solide aufgestellten Traditionsunternehmen, das auf eine über 100jährige Firmengeschichte zurückblicken kann.

Doch solange die Geschäfte gut laufen – und bisher spricht nichts dagegen, dass das so bleiben wird – kann Fresenius seinen finanziellen Verpflichtungen wohl nachkommen.

Dividende: nicht üppig, aber zuverlässig

Bleibt noch der Blick auf die Dividende. Diese fällt zwar nicht besonders üppig aus: Für das Jahr 2014 wurde eine Gewinnbeteiligung von 0,44 Euro je Aktie ausgezahlt. Doch dafür kann Fresenius damit punkten, die Dividende regelmäßig und zuverlässig auszuschütten – und darüber hinaus auch noch stetig zu steigern. Mehr als 20 Mal in Folge hat das Unternehmen die Ausschüttung nun schon angehoben. Insofern kann man sich als Anleger hier zumindest auf eine gewisse Sicherheit verlassen und ist durch die relative Krisenresistenz des Unternehmens auch nur geringen Risiken ausgesetzt.

Von zwischenzeitlichen Kursrücksetzern hat sich die Aktie immer wieder schnell erholt. Zuletzt ging es Ende August abwärts, als sich die Märkte wegen China insgesamt in einer schwierigen Phase befanden. Doch das Tief währte nicht lang, inzwischen geht es wieder bergauf.

Analysten empfehlen das Papier tendenziell zum Kauf. Es war zuletzt für rund 63 Euro zu haben, die jüngsten Studien geben allerdings Kursziele von 65 bis 74 Euro aus. Gerade für langfristig orientierte Anleger erscheint die Aktie attraktiv.

2015-09-28 Fresenius


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30. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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