Fresenius-Aktie vor dem Comeback

Fresenius Flaggen – Fresenius SE

Fresenius erhöht die Dividende zum 25. Mal in Folge. Nach einer ausgedehnten Konsolidierung steht der DAX-Titel vor dem Comeback. (Foto: Fresenius SE & Co. KGaA)

In diesen Tagen läuft die Hauptversammlungssaison auf vollen Touren. In dieser Woche laden mit der Deutschen Börse, BMW, SAP, der Deutschen Telekom sowie Fresenius und der Tochter Fresenius Medical Care eine ganze Reihe von DAX-Unternehmen zum Aktionärstreffen.

Am Freitag findet die Hauptversammlung des Gesundheitskonzerns Fresenius statt. Das Unternehmen aus Bad Homburg schlägt den Aktionären eine Dividende von 75 Cents je Aktie vor. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem deutlichen Plus von 21%.

Die Dividendenrendite ist mit 1,1% nicht unbedingt beeindruckend, wohl aber die Dividendenhistorie. Seit der ersten Zahlung im Jahr 1993 erhöht Fresenius die Ausschüttung nunmehr schon zum 25. Mal in Folge. Eine derart lange Serie ununterbrochener Dividendenerhöhungen kann kein anderes deutsches Unternehmen vorweisen. Als einziger deutscher Konzern erfüllt Fresenius damit die amerikanische Definition eines „Dividenden-Aristokraten“. Im Schnitt wurde die Ausschüttung in diesem Zeitraum um rund 19% pro Jahr gesteigert.

Genauso beeindruckend ist die Kursentwicklung. Innerhalb von 15 Jahren hat die Fresenius um rund 1.300% zugelegt. Dies entspricht einem durchschnittlichen Anstieg von ebenfalls 19% pro Jahr.

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Seit Juni 2017, als die Fresenius-Aktie ihr Allzeithoch bei 80 Euro erreichte, befindet sich der DAX-Titel nun schon seit fast einem Jahr in einer ausgedehnten Konsolidierung. Zuletzt allerdings war die Aktie auf Erholungskurs und konnte gegenüber dem Jahrestief von Ende März bei 59 Euro wieder anziehen. In der vergangenen Woche schloss die Fresenius-Aktie erstmals seit Juli letzten Jahres über der 200-Tage-Linie und damit an der vom Allzeithoch ausgehenden mittelfristigen Abwärtstrendlinie.

Wird diese übersprungen, steigen die Chancen für eine Wiederaufnahme des imposanten Langfristtrends. Spätestens mit einem Anstieg über das letzte Zwischenhoch bei gut 68 Euro gibt die Charttechnik wieder grünes Licht für steigende Kurse und einen baldigen Angriff auf das Allzeithoch bei 80 Euro. Als Langfristanleger sollten Sie die Fresenius-Aktie auf Ihre Watchlist setzen.


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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.