Fresenius: Warum die Aktie in jedes Depot gehört

Nicht nur der DAX wird am 21. September neu zusammengesetzt, auch im Euro Stoxx 50 tut sich etwas:

Das spanische Unternehmen Repsol muss den Index verlassen, neu aufgenommen wird dafür Safran aus Frankreich.

Aus deutscher Sicht fliegt RWE aus dem Index – dafür rückt Fresenius nach.

Das ist nur eine von vielen guten Nachrichten für das Unternehmen aus dem hessischen Bad Homburg. Ende August hatten bereits glänzende Zahlen für Aufsehen gesorgt.

Ziele für 2017 schon jetzt erreichbar

Demnach soll bereits im laufenden Jahr das Gewinnziel erreicht werden, das Fresenius eigentlich für 2017 ausgegeben hatte.

Doch angesichts gut laufender Geschäfte, insbesondere mit Nachahmermedikamenten, soll das angepeilte Ergebnis von 1,4 bis 1,5 Mrd. € schon in diesem Jahr erreicht werden. Bereits zum 2. Mal wurde damit die Prognose für 2015 nach oben korrigiert.

Neue mittelfristige Ziele will der DAX-Konzern im Februar 2016 bei seiner Bilanz-Pressekonferenz bekanntgeben. Bereits jetzt steht allerdings fest, dass sich auch die Anleger über die positive Geschäftsentwicklung freuen dürfen:

Die Dividende soll in diesem Jahr um „deutlich mehr als 20%“ angehoben werden. 2014 hatte sie bei 44 Cent je Aktie gelegen.

Unabhängigkeit von China

Auch für 2016 sieht sich Fresenius gut aufgestellt und rechnet mit weiterem Wachstum – und das trotz der aktuellen Unsicherheiten um die globale und insbesondere die chinesische Konjunktur-Entwicklung.

Doch das hat seine Gründe. Obwohl Fresenius sein Engagement in Fernost zuletzt ausgebaut hatte, werden im Reich der Mitte nur etwa 3% der Erlöse erzielt.

Auf den asiatischen Raum insgesamt entfallen etwa 10%, während der Mammut-Anteil der Einnahmen in Europa und Nordamerika generiert wird.

Dementsprechend ist die Geschäftsentwicklung weniger abhängig von China – und die Aktie weniger schwankungsanfällig als die anderer DAX-Konzerne, die dort stärker vertreten sind.

Analysten optimistisch

Mit seinen jüngsten Zahlen hat es Fresenius jedenfalls geschafft, die Erwartungen der Beobachter zu übertreffen. Entsprechend begeistert zeigten sich die Analysten, die das Papier mehrheitlich zum Kauf empfehlen.

Das Kursziel der Aktie, die zuletzt gut 63 € kostete, wurde mehrheitlich zwischen 64 und 70 € angesetzt. Einzelne Studien sind noch optimistischer und gehen von bis zu 74 € aus.

2015-09-04 Fresenius

Damit setzt sich ein Positiv-Trend fort, den die Aktie bereits im vergangenen Jahr eingeschlagen hat: Seit dem Herbst 2014 ging es steil aufwärts.

Allein seit Beginn des laufenden Jahres hat sich das Papier um mehr als 40% verteuert – und auch von der jüngsten Kurskorrektur Ende August hat es sich inzwischen wieder erholt.

Die Unabhängigkeit von China ist in diesen Tagen ein großer Pluspunkt – der Aufstieg in den Euro Stoxx 50 sowie die Ankündigung der Dividenden-Anhebung dürften zudem als zusätzliche Auftriebs-Faktoren wirken.

4. September 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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