Frosta-Aktie: Unternehmens-Insider greifen beherzt zu

Die meisten von Ihnen dürften das Unternehmen Frosta kennen. Nur wenige von Ihnen werden aber voraussichtlich wissen, dass die Frosta AG börsennotiert ist.

Denn: Die Aktie des mittelständischen Lebensmittel-Spezialisten ist in keinem der großen deutschen Aktien-Indizes (DAX, MDax, TecDax und SDax) vertreten und befindet sich damit unter dem Radar der allermeisten Anleger.

Die Tatsache, dass die Unternehmens-Insider bei Frosta zuletzt beherzt zugegriffen haben (also Frosta-Aktien gekauft haben), ist ein klares Indiz dafür, dass die Frosta-Aktie auch für Sie einen Blick wert ist.

Bevor ich gleich näher auf die Insiderkäufe eingehe und mit Ihnen einen Blick auf das Zahlenwerk von Frosta werfe, möchte ich Ihnen das Unternehmen kurz vorstellen.

Frosta im Kurzportrait

Frosta ist ein mittelständisches deutsches Unternehmen der Tiefkühlkost-Branche, das seine Ursprünge im Jahr 1905 mit Gründung der Hochseefischerei Nordstern AG hat.

Die Schwerpunkte der heutigen Frosta AG liegen insbesondere beim Fisch, Fertiggerichten und Gemüse.

Im Bereich Tiefkühlkost ist Frosta nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von etwa 25% Marktführer für Tiefkühl-Komplettgerichte in Deutschland.

Inzwischen erzielt Frosta rund 1/3 des Umsatzes im Ausland, insbesondere in den osteuropäischen Ländern. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Bremerhaven.

Bis heute befinden sich rund 60% der Aktien in den Händen des Gründers Dirk Ahlers, der nach vielen Jahren an der operativen Unternehmens-Spitze heute Aufsichtsrats-Vorsitzender von Frosta ist.

Seit dem Jahr 2010 ist Felix Ahlers, Sohn des Gründers Dirk Ahlers, Vorstands-Vorsitzender der Frosta AG.

Gute Zahlen und Insiderkäufe

Frosta hat im vergangenen Geschäftsjahr seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,9% auf 440 Mio. € gesteigert. Am stärksten legte der Umsatz mit der eigenen Marke Frosta zu.

Hier verbuchte das Unternehmen zuletzt ein Plus von 12,5%. Der Netto-GGewinn verbesserte sich leicht überproportional zum Umsatz von 17,3 auf 18,2 Mio. €.

Auch die Bilanz-Qualität von Frosta legte zu. So konnte die Eigenkapital-Quote von 53,5 auf 55,1% gesteigert werden.

Zu Ihrer Einordnung: Werte ab 30% gelten bereits als solide. Daher verwundert es auch nicht, dass die Unternehmens-Insider in den vergangenen Wochen bei den Aktien von Frosta zugegriffen haben.

Hier die konkreten Zahlen:

In den vergangenen 4 Wochen kauften Hinnerk Ehlers (Vorstands-Mitglied bei Frosta), Jürgen Marggraf (ebenfalls Vorstands-Mitglied) und Felix Ahlers (Vorstands-Vorsitzender) für knapp 200.000 € Frosta-Aktien.

Das ist auch ein Zeichen dafür, dass der Vorstand die Zukunft der Frosta AG positiv beurteilt.

Zwar hat sich die Frosta-Aktie in den vergangenen Monaten sehr gut entwickelt und ist derzeit mit einem 2016er-KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von rund 20 nicht mehr unbedingt günstig bewertet.

Dennoch sorgen das solide Geschäftsmodell und die Insiderkäufe aus meiner Sicht dafür, dass die Frosta-Aktie auch jetzt noch einen Blick wert ist.

12. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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