Frosta: Gegessen wird immer

Lernen Sie in diesem Beitrag einen deutschen Mittelständler kennen, der davon profitiert, dass immer gegessen wird: den TK-Riesen Frosta. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Ein alter Spruch besagt: „Gegessen wird immer.“

Und davon profitieren die Aktionäre der Frosta AG; die Frosta-Aktie legte in den vergangenen 5 Jahren um sage und schreibe 440% zu.

Und es wird noch weiter nach oben gehen – davon sind zumindest die Unternehmens-Insider überzeugt.

Denn in den vergangenen Monaten gab es zahlreiche sogenannte Insider-Käufe.

Das sind beispielsweise Käufe von Vorständen, Aufsichtsräten und mit den genannten Personengruppen eng verbundenen Personen.

Doch nicht nur die Insider-Käufe sprechen für die Frosta-Aktie. Auch die jüngsten Zahlen können sich sehen lassen.

Bevor ich jedoch näher auf das Zahlenwerk eingehe, möchte ich Ihnen den Frosta-Konzern kurz vorstellen:

Geschichte und Geschäftsmodell der Frosta AG

Die Frosta AG ist eine mittelständische deutsche Firma der Tiefkühlkost-Branche, die ihre Ursprünge im Jahr 1905 mit Gründung der Hochseefischerei Nordstern AG hat.

Die Schwerpunkte liegen insbesondere beim Fisch, bei Fertiggerichten und Gemüse.

Im Bereich Tiefkühlkost ist Frosta nach eigenen Angaben mit etwa 25% Marktanteil Marktführer für Tiefkühl-Komplettgerichte in Deutschland.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im Fischereihafen in Bremerhaven. Zu den Produkten, die Frosta anbietet, zählen beispielsweise:

  • Nudelgerichte,
  • Fertiggerichte auf Fisch-, Fleisch- und Gemüsebasis,
  • Fisch
  • und Gemüse.

Das Konzern erzielt inzwischen rund 1/3 seiner Umsätze im Ausland (hauptsächlich in osteuropäischen Ländern).

Die Anteile des Betriebs befinden sich mehrheitlich in den Händen des Gründers der heutigen Frosta AG, Dirk Ahlers und seiner Familie.

Damit ist Frosta nicht nur Mittelständler, sondern auch ein klassisches Familien-Unternehmen.

Die jüngsten Zahlen im Überblick

Der Umsatz der Frosta AG stieg in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2017 um 6,9% gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum.

Der operative Gewinn (EBIT) konnte gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. € auf 14,7 Mio. € (+9,7%) ausgebaut werden.

Durch zusätzliche Umsätze, aber auch die konsequente Weiterentwicklung der Segment-Strategie in Relation zum Umsatz, konnte auch die EBIT-Marge um 0,3%-Punkte auf 6,1% erhöht werden.

Die Frosta AG rechnet für das 2. Halbjahr des Jahres weiterhin mit leicht steigenden Umsätzen – sowohl aus dem bestehenden Geschäft als auch aus einer Übernahme in Italien.

Das Unternehmen teilt mit:

„Mögliche Effekte aus der Erntesituation und/oder Währungs-Schwankungen können wir heute noch nicht vollständig absehen, wir arbeiten aber intensiv daran, für das Gesamtjahr 2017 ein Ergebnis oberhalb des Vorjahreswertes zu erzielen.“

Unsere Einschätzung

Die Frosta-Aktie ist derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26 sicher kein Schnäppchen.

Dafür profitiert die Aktie davon, dass immer gegessen wird und ist somit ein solideres Investment als eine Aktie aus einer stark zyklischen Branche.

Das verdient in meinen Augen einen Bewertungs-Aufschlag.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.