Frosta: Spezialist für Tiefkühlkost profitiert von Lockdown

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Restaurants waren während der Corona-bedingten Lockdown-Phase geschlossen. Anbieter von Tiefkühlkost profitierten davon. So auch Frosta. (Foto: katjen / Shutterstock.com)

In den vergangenen Monaten mussten wir auf große Teile des geselligen Lebens verzichten. Je nach Geschäftsmodell hatte das positive oder negative Auswirkungen auf die Unternehmen. Ein Beispiel: Die Corona-bedingten Restaurantschließungen haben bei Frosta, einem mittelständischen deutschen Spezialisten für hochwertige Tiefkühlkost, für gute Geschäfte im 1. Halbjahr 2020 gesorgt.

Bevor ich gleich auf die aktuellen Zahlen und die Frosta-Aktie eingehe, zunächst noch ein paar Worte zum Geschäftsmodell und zum Thema Nachhaltigkeit, denn dieses Thema wird bei Frosta sehr groß geschrieben.

Spezialist für hochwertige Tiefkühlkost

Frosta ist nach eigenen Angaben mit etwa 25% Marktanteil die Nr. 1 für Tiefkühl-Komplettgerichte in Deutschland. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich im Fischereihafen in Bremerhaven. Zu den Produkten von Frosta zählen beispielsweise Nudelgerichte, Fertiggerichte auf Fisch-, Fleisch- und Gemüsebasis, Fisch und Gemüse.

Das Unternehmen erzielt inzwischen rund ein Drittel seiner Umsätze im Ausland (hauptsächlich in osteuropäischen Ländern). Die Unternehmens-Anteile befinden sich zu insgesamt 43,6% in den Händen der Gründerfamilie Ahlers.

Frosta und das Thema Nachhaltigkeit

Frosta setzt auf nachhaltige Zutaten, nachhaltige Verpackungen und auch auf eine nachhaltige Produktion. Zum Thema nachhaltige Zutaten schreibt das Unternehmen: Wir übernehmen nicht nur Verantwortung für unsere fertigen Produkte, sondern auch für jede einzelne Zutat unserer Lieferanten! Neben einer ausgezeichneten Qualität werden all unsere Zutaten nachhaltig und umweltschonend hergestellt.

In Sachen nachhaltige Verpackung heißt es seitens des Unternehmens: Zwei Jahre lang haben wir an unseren Verpackungen gearbeitet und diese auf den Prüfstand gestellt. In Zusammenarbeit mit dem Grünen Punkt haben wir den gesamten Lebenszyklus unserer Verpackungen von der Auswahl der Rohstoffe bis zur Wiederverwertung untersucht. Gemeinsam haben wir es geschafft, die Klimabilanz der Folienverpackung um 30% zu verbessern und den Materialverbrauch deutlich zu reduzieren!

Um dem Anspruch einer nachhaltigen Produktion gerecht zu werden, setzt Frosta auf grünen Strom und Energiesparprojekte sowie auf einen Gemüseanbau vor der Haustür und eine gläserne Produktion. Auch soziales Engagement wird im Hause Frosta groß geschrieben.

Aktuelle Zahlen fallen positiv aus

Im 1. Halbjahr 2020 hat sich laut Frosta der Markt für Tiefkühlkost insgesamt gut entwickelt. Ursächlich dafür waren wie schon geschrieben auch die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Effekte.

Insgesamt wuchs der Markt für Tiefkühlkost in Deutschland in den ersten 5 Monaten dieses Jahres um 11,5%. Die Marke Frosta konnte mit einem Wachstum von 21,7% deutlich stärker wachsen als der Markt.

Der Umsatz von Frosta stieg im 1. Halbjahr 2020 um 7,8% auf 283,2 Mio. Euro. Der Nettogewinn konnte deutlich von 5,0 auf 13,8 Mio. Euro gesteigert werden. Ebenfalls sehr positiv: Die Eigenkapitalquote konnte ausgehend von einem zuvor bereits mehr als soliden Wert von 51,6% nochmals auf 56% gesteigert werden.

Meine Einschätzung: Von Mitte März bis Anfang April dieses Jahres hat die Frosta-Aktie deutlich zugelegt. Seither bewegte sie sich unter leichten Schwankungen seitwärts. Aus meiner Sicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Frosta-Aktie den nächsten Sprung nach oben macht.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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