Fuchs Petrolub: Die jüngsten Zahlen kamen gut an

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Der Schmiermittelhersteller leidet unter der schwächelnden Automobilindustrie. Mit den jüngsten Zahlen konnte Fuchs Petrolub jedoch punkten. (Foto: IU Liquid and water photo/Shutterstock)

Im Sommer dieses Jahres hatte ich Ihnen letztmals von dem familiengeführten, mittelständischen Schmiermittel-Spezialisten Fuchs Petrolub berichtet. Zu dieser Zeit zeigte sich, dass die Probleme in der Automobilindustrie und der gesamtwirtschaftliche Abschwung dazu führten, dass das Unternehmen etwas Sand im Getriebe hat und weiterhin haben würde.

Die vor wenigen Tagen vorgelegten 9-Monats-Zahlen fielen dann aber besser aus als erwartet, was zu einem Kurssprung im zweistelligen Prozentbereich bei der Fuchs-Aktie führte.

Kurz zum Unternehmen: Das in Mannheim ansässige Familienunternehmen Fuchs Petrolub vertreibt und produziert weltweit Schmierstoffe. Inzwischen ist das Unternehmen weltweit die Nummer 1 unter den unabhängigen Produzenten von Schmierstoffen. Schauen wir uns die Zahlen nun im Detail an:

Umsatz auf Vorjahresniveau, Ergebnis besser als erwartet

Fuchs Petrolub erzielte in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld einen Umsatz von 1,952 Mrd. Euro, was annähernd dem Niveau des Vorjahres (1,953 Mrd. Euro) entspricht. Nach einem schwierigen Jahresstart und einem enttäuschenden 2. Quartal verzeichnet Fuchs im 3. Quartal ein organisches Wachstum in Höhe von 1 Mio. Euro.

Die Ergebnisrechnung der ersten 9 Monate ist durch den planmäßigen Anstieg der Kosten im Rahmen der Wachstumsinitiative geprägt. Das operative Ergebnis (EBIT) liegt mit 246 Mio. Euro um 17% unter dem Vorjahreswert und fällt damit besser aus als erwartet. Der Nettogewinn und der Gewinn je Stamm- und Vorzugsaktie sind jeweils um 20% rückläufig.

Der freie Cashflow vor Übernahmen liegt mit 94 Mio. Euro deutlich unter Vorjahr (121 Mio. Euro), was auf die um 30 Mio. Euro gestiegenen Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 103 Mio. Euro zurückzuführen ist.

So geht es weiter

Angesichts der konjunkturellen Lage, insbesondere auf Grund der fortgesetzten Krise der Automobilindustrie, geht Fuchs weiterhin von einem deutlichen Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr aus.

Auf Grundlage des 3. Quartals wird der Ausblick für das laufende Jahr konkretisiert: Das Fuchs-Management erwartet sowohl einen Umsatz (-3% bis +0%) als auch ein operatives Ergebnis (EBIT) am oberen Ende der Bandbreite der Prognose. Beim EBIT bedeutet das, dass ein Rückgang am oberen Ende einer Spanne von -30% bis -20% basierend auf dem EBIT 2018 einschließlich Sonderertrag erwartet wird.

Zur Aktie (gilt sowohl für die Stammaktie als auch für die Vorzüge): Im Sommer schrieb ich Ihnen, dass kurzfristig keine größeren Sprünge nach oben zu erwarten sind. Und tatsächlich: Es ging zunächst noch einmal zweistellig nach unten. Danach berappelte sich der Kurs aber wieder und legte seit den Tiefstständen schon wieder um über 30% zu. Auf längere Sicht ein spannendes Investment.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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