Fuchs Petrolub: Gute Zahlen und neue Rekorde in Sicht

Der mittelständische Schmiermittel-Spezialist Fuchs Petrolub hatte bereits vor einigen Wochen vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt.

Nun folgte gestern die Vorlage der endgültigen Zahlen und ein Ausblick auf das laufende Jahr.

Eine kurze Zusammenfassung: Nach dem Rekordjahr 2016 erwartet das Fuchs-Management in diesem Jahr weiteres Wachstum.

Untermauert wird der Optimismus zudem noch durch einige Insider-Käufe, die in dieser Woche gemeldet wurden.

Das bedeutet nichts anderes, als dass Mitglieder des Fuchs-Vorstandes und -Aufsichtsrats (also die Unternehmens-Insider) Fuchs-Aktien gekauft haben.

Kommen wir jetzt zu den Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr:

Die aktuellen Zahlen von Fuchs Petrolub

Fuchs Petrolub ist im Geschäftsjahr 2016 erneut profitabel gewachsen: Der Umsatz stieg um 9% bzw. 188 Mio. € auf ein neues Rekordniveau von 2,3 Mrd. €.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg im vergangenen Jahr um 8,5% auf 371 Mio. € und markierte damit gleichzeitig den höchsten Wert in der Unternehmens-Geschichte.

Auch der Nettogewinn erreichte mit 260 Mio. € (+10,2% gegenüber dem Vorjahr) einen neuen Rekordwert.

Das Ergebnis je Stamm- bzw. Vorzugsaktie erhöhte sich auf 1,86 € (Vorjahr: 1,69 €) bzw. 1,87 € (Vorjahr: 1,70 €).

Der Freie Cashflow vor Akquisitionen (freier Mittelzufluss vor Übernahmen) betrug 205 Mio. € und lag damit über den Erwartungen.

An diesem Erfolg sollen auch die Aktionäre beteiligt werden.

So werden Vorstand und Aufsichtsrat von Fuchs der am 5. Mai 2017 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,89 € je Vorzugsaktie und 0,88 € je Stammaktie für das Geschäftsjahr 2016 vorschlagen.

Dies entspricht einer Erhöhung um 9%.

Was für das laufende Geschäftsjahr erwartet wird

Bei der Vorlage der endgültigen 2016er-Zahlen präzisierte Fuchs auch seine Prognose für das laufende Jahr 2017 dahingehend, dass beim Umsatz mit einer Zunahme um 4 – 6% geplant werde.

Das Plus beruhe weitgehend auf organischem Volumen-Wachstum sowie Preis- und Produktmix-Veränderungen.

Beim operativen Gewinn (EBIT) stellt die im MDax notierte Gesellschaft einen Anstieg um 1 – 5% in Aussicht.

Die Investitionen in neue und bestehende Werke, der Aufbau der Belegschaft in den vergangenen Jahren und verstärkte Forschungs- und Entwicklungs-Kosten führen zu steigenden Kosten, schreibt der Konzern weiter.

Das Unternehmen aus Mannheim erwarte einen freien Cashflow vor Akquisitionen von etwa 200 Mio. €.

Damit wird der Kurs der Fuchs-Aktien (Stamm- und Vorzugsaktie) voraussichtlich auch in Zukunft weiter steigen, und es ist ebenfalls mit einer weiter steigenden Dividende zu rechnen.

Allerdings dürften die +3.850% der vergangenen 15 Jahre (für die Fuchs Vorzugsaktie) für die kommenden 15 Jahre mehr als utopisch sein.

Die Höhen und Tiefen von Fuchs Petrolub

Damit ist Fuchs inzwischen von einem absoluten Highflyer zu einem soliden Value-Wert und verlässlichen Dividenden-Zahler mutiert – was aus meiner Sicht eine beachtliche und alles andere als negative Entwicklung ist.

Denn vor 15 Jahren war Fuchs eher ein Pleitekandidat als ein Value-Wert. Der Wandel war der entscheidende Faktor für die Outperformance der Fuchs-Aktien.

22. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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