Fuchs Petrolub: Schuldenfrei und Rekordgewinne

Der Aktienmarkt startete mit hohen Kursgewinnen in die neue Handelswoche. Der deutsche Leitindex DAX gewann knapp 2% und kletterte auf 9.573 Punkte.

Für Rückenwind sorgte u. a. der steigende Ölpreis. Der Preissturz am Ölmarkt hatte zu Beginn des Jahres viele Anleger verunsichert.

Zum Thema Öl passt auch meine Aktie des Tages, die ich Ihnen jetzt vorstellen möchte.

In der Vergangenheit habe ich hier im „Schlussgong“ regelmäßig über schuldenfreie Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum berichtet.

Eines der Unternehmen, über die ich in diesem Zusammenhang bereits mehrfach berichtet habe, ist der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub.

Das in Mannheim ansässige Traditions-Unternehmen stellt Schmierstoffe für die Fahrzeug-Industrie, den Maschinenbau, den Stahlbau und den Bergbau her.

Fuchs Petrolub hat sich erfolgreich in einer Nische positioniert und konnte in den vergangenen Jahren zum Weltmarktführer aufsteigen.

In den vergangenen gut 80 Jahren wurde aus einem kleinen Familienbetrieb ein Global-Player, bei dem die Cash-Reserven die geringen Bankschulden deutlich übersteigen.

Spagat: Übernahmen und Schulden-Reduzierung

Fuchs Petrolub ist mit Übernahmen und Erweiterungs-Investitionen gewachsen und hat sich dabei finanziell nicht übernommen.

Anders als viele Konkurrenten konnte das Unternehmen so die Finanzkrise 2009 abschütteln und trotz des Expansions-Kurses die Verschuldung zurückfahren.

Das Unternehmen weist seit Jahren eine makellose Bilanz auf. Die Eigenkapitalquote von über 70% macht deutlich, dass Fuchs Petrolub sehr gesund finanziert ist. Zu Ihrer Einordnung: Werte ab 30% gelten bereits als solide.

Ein Vergleich von Bankschulden und liquiden Mitteln zeigt zudem, dass die Mannheimer sogar hohe Cash-Reserven aufgebaut haben.

Sollten sich die Banken irgendwann aufgrund der Staatsschulden-Krise mit Krediten zurückhalten, wäre das für Fuchs Petrolub kein Problem.

Aktuelle Zahlen von Fuchs Petrolub

Fuchs schaffte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2015 ein Umsatz-Wachstum in Höhe von 11% auf knapp über 2 Mrd. € und verbesserte den operativen Gewinn (EBIT) um 9% auf 342 Mio. €.

Das bedeutet, dass das Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis neue Rekordwerte erzielen konnte.

Auch die Fuchs-Aktionäre werden von dem guten Ergebnis einen Teil abbekommen. So soll die Dividende gemäß Dividenden-Vorschlag um 7% auf 0,82 € je Fuchs-Vorzugsaktie und 0,81 € je Fuchs-Stammaktie erhöht werden.

Auf Basis der derzeitigen Aktienkurse entspricht das einer Dividendenrendite von 2,2% für die Fuchs-Vorzugsaktie und 2,45% für die Fuchs-Stammaktie.

Das erwartet Fuchs für 2016

Für das Geschäftsjahr 2016 plant Fuchs weitere Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis in allen Regionen.

Grundlage hierfür sind nach Angaben des Unternehmens Prognosen, die für das Jahr 2016 eine insgesamt positive weltwirtschaftliche Entwicklung – trotz der bekannten Risiken – erwarten lassen.

Auf dem aktuellen Bewertungs-Niveau sind die Fuchs-Aktien sicherlich kein Schnäppchen (Die Stammaktie kommt auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 20, die Vorzugsaktie sogar auf 22.).

Doch das solide und stetige Wachstum, sowie die Tatsache, dass das Unternehmen netto schuldenfrei ist und über eine Top-Bilanz verfügt, rechtfertigen einen Bewertungsaufschlag.

Daher sind die Fuchs-Stammaktie und die Fuchs-Vorzugsaktie auch auf dem aktuellen Kursniveau noch interessant.

22. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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