Fuchs Petrolub: 2-stelliges Umsatz-Plus dank Zukäufen

Der im MDax notierte Schmiermittel-Hersteller Fuchs Petrolub hat heute seine Zahlen für die ersten 9 Monate des laufenden Geschäftsjahres 2016 vorgelegt.

Dank einiger Zukäufe konnte der in Mannheim ansässige Mittelständler seine Umsätze kräftig steigern.

Bevor ich gleich konkret auf die aktuellen Zahlen und die Prognose für das laufende Geschäftsjahr eingehe, möchte ich mit Ihnen einen Blick in den Rückspiegel werfen.

Der erfolgreiche Turnaround von Fuchs Petrolub

Fuchs Petrolub wurde im Jahr 1931 als Familien-Unternehmen in Mannheim gegründet und vertreibt und produziert weltweit Schmierstoffe.

Inzwischen ist das Unternehmen weltweit die Nr. 1 unter den unabhängigen Produzenten von Schmierstoffen. Doch so gut wie im Augenblick sah es bei Fuchs nicht immer aus.

Im Jahr 2001 hatte Fuchs Petrolub Netto-Finanzverbindlichkeiten in Höhe von knapp 375 Mio. € und ein Eigenkapital von nur 120,6 Mio. €.

Damit war der Verschuldungsgrad derart hoch, dass eine Investition in die Fuchs-Aktie eher einer Wette als einer Investition gleich kam.

In den folgenden Jahren konnte Fuchs allerdings dank des hervorragenden Managements die Netto-Verbindlichkeiten Jahr für Jahr reduzieren und verfügt seit einiger Zeit sogar über ein Netto-Guthaben.

Gleichzeitig stieg die Eigenkapitalquote von bedrohlichen 16 auf sehr starke 71% zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres.

Diese Entwicklung wurde auch an der Börse belohnt. Die Vorzugsaktie von Fuchs legte in den vergangenen 15 Jahren um rund 4.000% zu.

Die aktuellen 9-Monats-Zahlen von Fuchs Petrolub

Der Umsatz stieg in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres um 10,7% auf 1,7 Mrd. €. Dabei wuchs das Unternehmen organisch (aus eigener Kraft) um 3%.

Unter dem Strich blieb aufgrund dessen, dass die zugekauften Gesellschaften in der Integrations-Phase die Ertragskraft von Fuchs verwässert haben, jedoch bei der Gewinn-Marge etwas weniger hängen.

So stieg der operative Gewinn (EBIT) um knapp 6% auf 276 Mio. €. Der Netto-Gewinn stieg ebenso stark auf 191,5 Mio. €.

In der jüngsten Vergangenheit hatte der Konzern mit der Deutschen Pentosin-Werke GmbH und der Statoil (Statoil ASA) Fuel & Retail Lubricants AB 2 Unternehmen gekauft.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2016 hat das Unternehmen im Zuge der Vorlage der 9-Monats-Zahlen konkretisiert.

Das Umsatz-Wachstum für das Geschäftsjahr 2016 wurde bislang mit 7 – 11% prognostiziert.

Fuchs-Finanzchefin Dagmar Steinert sagte jetzt im Rahmen einer Telefon-Konferenz mit Analysten Folgendes: „Wir erwarten das organische und externe Wachstum am oberen Ende der Prognose“.

Die erwartete Spanne beim operativen Gewinn (EBIT) wurde ebenfalls etwas konkretisiert und liegt nun bei 4 – 6%. Zuvor war ein Wachstum zwischen 3 und 7% erwartet worden.

Für mich ist und bleibt Fuchs damit ein solides Investment für jeden Fan von deutschen Nebenwerten.

Zwar wird die Fuchs-Aktie in den kommenden 15 Jahren nicht nochmals um rund 4.000% zulegen können, dafür ist eine Investition in Fuchs heute aber auch mit viel geringeren Risiken verbunden als vor 15 Jahren.

3. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Tobias Schöneich. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt