Für Freizeitaktivitäten wird viel Geld ausgegeben

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Bevor Negativzinsen und Inflation die Kaufkraft mindern gönnen sich die Verbraucher auch mal gerne etwas außer der Reihe. (Foto: Javi Az / Shutterstock.com)

Für Freizeitaktivitäten sind die Menschen weiterhin bereit, ihr Geld auszugeben. Bevor Negativzinsen und Inflation die Kaufkraft mindern, gönnt man sich halt mal etwas außer der Reihe. Davon profitierte auch Walt Disney. So war das zurückliegende Jahr ein voller Erfolg. Seit der Ankündigung, dass man mit Disney+ auf breiter Front in den Streaming-Sektor einsteigen will und mit dem Launch des Dienstes im November 2019 hat die Aktie seit Anfang 2019 um 38% zugelegt.

Bei den Filmproduktionen beweist Disney seit Jahrzehnten ein gutes Händchen, genau das zu bieten, was das Publikum sehen will. Von den 20 erfolgreichsten Filmen aller Zeiten kommen 12 aus dem Hause Disney. Der Unterhaltungskonzern ruht sich nicht auf seinen Lorbeeren aus. Im Dezember wurde das wichtigste neue Fahrgeschäft in Disneys Florida-Resort eröffnet: Star Wars: Rise of the Resistance.

TUI profitiert von Thomas-Cook-Pleite

An den Freizeitaktivitäten der Menschen verdient auch TUI. Im Geschäftsjahr 2019 stieg zwar der Umsatz um 2,7%, doch das bereinigte operative Ergebnis gab um 25,6% nach. Der Reisekonzern litt unter dem Flugverbot der 737 MAX. TUI hat 15 dieser Flugzeugmodelle im Einsatz und war gezwungen, Ersatzmaschinen zu ordern. Die Kosten dafür lagen bei rund 293 Mio. €. Während es in der Luft Probleme gab, erfreute sich der Urlaub auf dem Wasser großer Beliebtheit. Trotz der Klimadebatte hat TUI 2019 deutliche Zuwächse im Segment Kreuzfahrten verbucht.

Die Pleite von Thomas Cook war zwar ein Schock für die Reisebranche, doch mittel- bis langfristig könnte TUI von der Insolvenz des Konkurrenten profitieren. Um die ehemaligen Thomas-Cook-Kunden aufzufangen, hat sich TUI zusätzliche Hotelkapazitäten gesichert. Im Heimatmarkt von Thomas Cook – Großbritannien – wurde bereits ein Viertel der TUI-Angebote verkauft, was einem Plus von 18% entspricht.

Der Online-Ticket-Verkauf boomt

Das Geschäft mit Eintrittskarten für Musik, Kultur und Sport erwies sich für CTS EVENTIM als wachstumsstark. Der Umsatz stieg in den ersten 9 Monaten um 16,5%. Zu dieser Entwicklung haben sowohl das Ticketing als auch das Live-Entertainment-Segment beigetragen. Motor dieses Wachstums ist vor allem die konsequente E-Commerce-Strategie. Allein über die Webshops von CTS wurden 36,8 Mio. Eintrittskarten verkauft, ein Zuwachs von 9,2%. Die DEAG ist mit der eingeschlagenen Strategie auf dem richtigen Weg zu nachhaltiger Profitabilität. Dazu hatte sich das Management auf profitable Geschäftsfelder fokussiert und defizitäre Geschäfte beendet.

Marriott gehört zu den weltweit größten Hotelbetreibern

Darüber hinaus ist die Hotelkette als Franchise- und Lizenzgeber für Hotels, Corporate-Housings und Teilzeitappartements tätig. Derzeit hält Marriott weltweit rund 6.700 Niederlassungen in 130 Ländern. Zu den bekanntesten Marken zählen Marriott Hotels & Resorts, Ritz Carlton und Bulgari Hotels & Resorts. Marriott will weiter wachsen und plant 2020 die Eröffnung von 30 neuen Luxushotels. In den kommenden Jahren sollen sogar 185 neue Projekte realisiert werden.

Dabei arbeitet der Konzern mit den Trendforschern von The Future Laboratory zusammen, um sich auf die zukünftige Entwicklung des Luxussegments einzustellen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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