Fukushima: Explosion schickt DAX auf Talfahrt

Die Ereignisse in Japan sind katastrophal.

Der Deutsche Aktienindex DAX reagiert auf die dritte Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima mit einem starken Kursabfall.

Unter Druck sind dabei besonders die Energiedienstlreister RWE & CO.

Fukushima: Explosion als Hinweis auf Kernschmelze?

Die furchtbaren Ereignisse in Japan überschlagen sich und das lässt auch den Dax nicht kalt.

Aufgrund einer dritten Explosion in einem Reaktor von Fukushima I in der vergangenen Nacht, ist eine größere Menge Radioaktivität aus dem Atomkraftwerk im Norden Japans ausgetreten.

Für viele Beobachter scheint klar: Das denkbar schlimmste Szenario, eine Kernschmelze, könnte nun eingetreten sein.

Nach neuesten Meldungen hat allerdings der Wind gedreht und die radioaktive Wolke ist nun in Richtung Meer unterwegs. Zunächst sah es danach aus, als sei sie auf dem Weg nach Tokio.

Börsen mit schwarzem Tag nach Fukushima-Explosion

Die Nachricht der dritten Explosion ist auch an der Börse in Tokio eingeschlagen wie die buchstäbliche Bombe.

Nachdem der japanische Regierungssprecher die Menschen 30 Kilometer rund um das AKW Fukushima I dazu aufgefordert hat, ihre Häuser nicht zu verlassen und alle Fenster zu schließen, brach an der Börse Panik aus.

Zwischenzeitlich verlor der Nikkei bis zu 14 Prozent. Am Ende des Tages schloss der Index bei 8.605 Punkten mit einem Minus von 10,5 Prozent.

Damit hat der japanische Index seit Beginn der Katastrophe fast 20 Prozent einbüßen müssen.

Talfahrt des Nikkei wirkt sich auf DAX aus

Auch an der Börse in Frankfurt gingen die Talfahrt des Nikkei und die Angst vor der drohenden Kernschmelze nicht spurlos vorbei.

Der Dax startete denkbar schlecht in den Tag und verlor zeitweise mehr als fünf Prozent.

Als bekannt wurde, dass die radioaktive Wolke zunächst nicht in Richtung Tokio unterwegs ist, konnte sich der Index wieder etwas berappeln. Am Mittag war er in etwa mit vier Prozentpunkten im Minus.

RWE und Co. weiter unter Druck

Ein schnelles Ende der Atomenergie in Deutschland wird immer wahrscheinlicher.

Nach dem vorübergehenden Ausstieg vom Ausstieg des Ausstiegs, gab die Regierung heute bekannt, dass die sieben ältesten AKW in Deutschland für die Zeit des Moratoriums abgeschaltet werden sollen.

Selbst wenn einige der Meiler nach drei Monaten wieder ans Netz gehen sollten – nun gibt es selbst für Schwarz-Gelb eigentlich kein Zurück mehr.

Die Auswirkungen bekommen besonders die Energieriesen RWE und E.on zu spüren.

Die Konzerne verloren wie bereits am Vortag etwa fünf Prozent, während vor allem Solarhersteller wieder kräftig hinzugewinnen konnten. Daneben haben vor allem die Autokonzerne herbe Verluste hinnehmen müssen.

Man darf gespannt sein, wie sich der Dax heute noch entwickelt. Wir hoffen jedenfalls das Beste für Fukushima. Eine Explosion mehr könnte jedenfalls bereits fatale Folgen haben, ist es nicht bereits zu spät.


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15. März 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.

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