GEA blickt auf starkes 3. Quartal zurück

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Der im MDax notierte Maschinen- und Anlagenbauer GEA blickt auf ein starkes 3. Quartal 2018 zurück. (Foto: ET1972/Shutterstock)

Der im MDax notierte Maschinen- und Anlagenbauer GEA hat heute gute Zahlen für das 3. Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Soweit die positive Nachricht. Weniger positiv ist die Tatsache, dass das Unternehmen kürzlich im Rahmen der Vorlage vorläufige Quartalszahlen seinen Ergebnisausblick für das laufende Jahr nach unten anpassen musste. Daher waren die Zahlen heute eine Art Schadensbegrenzung und ein hoffnungsvolles Comeback-Zeichen an die unzufriedenen Aktionäre.

Ein Blick auf das aktuelle Zahlenwerk zeigt, dass es so langsam in die richtige Richtung läuft. Ebenfalls für Aufbruchstimmung sorgt die Tatsache, dass GEA kürzlich mit Stefan Klebert ein neues Vorstandsmitglied berufen hat und dass Klebert im Februar 2019 den langjährigen GEA-Chef Jürg Oleas beerben soll. Oleas war zunehmend in die Kritik geraten, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren mehrfach die eigenen Prognosen verfehlte.

Die aktuellen Quartalszahlen in der Übersicht

GEA hat nach einem sehr guten Vorjahresquartal auch das 3. Quartal 2018 erfreulich abgeschlossen. Bei Auftragseingang und Umsatz erreichte GEA sogar neue Höchststände für ein 3. Quartal.

Auch die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Gewinnmarge) lag über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Damit hat GEA den Rückstand aus dem schwachen 1. Quartal nach eigenen Angaben fast wieder aufgeholt.

Dennoch bleibt die Ergebnisentwicklung insbesondere der Kundenindustrie Milchverarbeitung hinter den eigenen Erwartungen zurück, teilte das Unternehmen im Rahmen der Zahlenvorlage mit.

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Ausblick auf das Gesamtjahr

Wie bereits geschrieben, hat das GEA-Management im Rahmen der Vorlage vorläufiger Zahlen für das 3. Quartal die Ergebnisprognose für das laufende Jahr nach unten angepasst. Konkret wurde vor allem der Zielwert bei der EBITDA-Marge nach unten korrigiert. Die Umsatzerwartung wurde hingegen erhöht. „Obwohl sich die Nachfrage nach unseren innovativen Produkten und Lösungen weiterhin sehr erfreulich entwickelt, gehen wir von einem herausfordernden 4. Quartal aus“, so GEA-Chef Oleas.

Und weiter: „Für das Gesamtjahr 2018 erwarten wir deshalb einen Konzernumsatz von rund 4,8 Mrd. Euro und ein operatives EBITDA von ca. 540 Mio. Euro, was einer Marge von etwa 11,3% entsprechen würde.“

Die GEA-Aktie im Blickpunkt

Was hat die GEA-Aktie im laufenden Jahr gemacht? Sie ist von rund 40 auf derzeit etwas mehr als 26 Euro gefallen. Nachdem die Aktie jedoch zuvor bereits von 50 auf 40 Euro gefallen war, fiel der anschließende Rücksetzer meines Erachtens zu groß aus.

Sicherlich unterliegt GEA als Maschinen- und Anlagenbauer gewissen konjunkturellen Risiken, jedoch sollte insbesondere die Nachfrage aus der nahrungsmittelverarbeitenden Industrie (wichtiger Absatzmarkt für GEA) in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

Die dem zugrunde liegende Logik ist ganz einfach: Mehr Menschen (die Weltbevölkerung wächst stark) bedeuten mehr Nachfrage nach Lebensmitteln. Insofern sollte die GEA-Aktie auf längere Sicht mit einem starken neuen Vorstand wieder deutlich zulegen können.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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