GEA: US-Investor sorgt für Kurssprung

Der aktivistische Investor Paul Singer beschert dem Anlagenbauer GEA einen Kurssprung. Erfahren Sie an dieser Stelle, was dahinter steckt: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Es war die Meldung des Tages an der deutschen Börse:

Der US-amerikanische Hedgefonds-Manager Paul Singer stockt seinen Anteil an dem im MDax notierten Anlagenbauer GEA auf.

Laut aktueller Meldung hält der Hedgefonds Elliott des aktivistischen Investors Singer inzwischen gut 3% der GEA-Anteile.

Singer ist bekannt dafür, dass er bei den Unternehmen, an denen er sich beteiligt, mit allen Mitteln Einfluss auf das Management nimmt.

Zumeist sind Kurssteigerungen die Folge. Von den Aktivitäten Singers profitieren somit auch die anderen Aktionäre.

Das sieht Singer in GEA

Bei GEA sieht Singer einem Insider zufolge deutliches Potenzial bei der operativen Gewinnmarge. Diese soll um 4 Prozentpunkte erhöht werden.

Damit würde das Mittelfrist-Ziel einer operativen Gewinnmarge von 13 – 16% erreicht werden. Zudem gebe es im Einkauf Spielraum für Optimierungen.

Und das laufende Aktienrückkauf-Programm könne von 450 Mio. € auf über 500 Mio. € ausgeweitet werden.

Das alles würde dazu führen, dass die GEA-Aktie steigt. Daher kam der Einstieg von Singer an der Börse gut an und sorgte heute bereits für ein deutliches Kurs-Plus.

Singer nicht der erste bekannte Investor bei GEA

Doch Paul Singer ist nicht der erste bekannte Investor bei GEA. Zuvor ist bereits der als „europäischer Warren Buffett“ geltende Belgier Albert Frère bei GEA eingestiegen.

Frère hatte das günstige Einstiegs-Niveau nach der 2. Gewinn-Warnung des deutschen Anlagenbauers für den Einstieg genutzt.

Frère gründete die Beteiligungsfirma Pargesa und sorgte hierzulande einst mit einem Engagement bei dem damals strauchelnden Sportartikel-Hersteller Adidas für Aufsehen.

Auch der Aktienkurs von Adidas war nach mehreren Gewinn-Warnungen unter die Räder gekommen.

Frère stieg mit 3% ein, stockte seinen Anteil auf 5% auf und platzierte einen Vertreter im Aufsichtsrat. 2 Jahre später hat sich sein Investment fast verdreifacht.

Ganz so schnell und erfolgreich wird es bei GEA wohl nicht laufen, doch es zeigt sich zumindest ein ähnliches Muster: Auch hier ist Frère zunächst mit 3% eingestiegen.

À propos Muster: Interessant bei GEA ist auch, dass sich in den vergangenen Jahren immer wieder ein bestimmtes Trading-Muster gezeigt hat:

Die GEA-Aktie ist einige Male von rund 35 auf 45 – 50 € gestiegen und dann wieder auf etwa 35 € zurückgefallen.

Einstieg vor 4 Wochen hat sich gelohnt

Den Einstieg von Frère und das angesprochene Trading-Muster nahm ich zum Anlass, den Lesern meines Börsendienstes „Depot-Optimierer“ im September den Einstieg in die GEA-Aktie zu empfehlen.

Rückblickend zeigt sich, dass wir dabei ein gutes Händchen hatten.

Denn die Leser des „Depot-Optimierers“, die vor rund 4 Wochen eingestiegen sind, liegen heute bereits mit rund 7% im Plus.

Durch den Einstieg von Singer ist das Chance/Risiko-Profil bei GEA noch attraktiver geworden.

Wenn Sie weitere Informationen zu GEA wünschen, finden Sie diese im „Depot-Optimierer“.

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.