Gebühren für Kontoführung steuerlich absetzen

Taschenrechner Stift Kurse – shutterstock_84247642 Zadorozhnyi Viktor

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Kleinvieh macht auch Mist. Ob es wirklich beim Wahlversprechen der neuen Koalition bleibt, die Steuern zu […] (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Kleinvieh macht auch Mist. Ob es wirklich beim Wahlversprechen der neuen Koalition bleibt, die Steuern zu senken, ist fraglich. Umso mehr sollten sie dafür tun, Ihre eigene Steuerlast zu drücken. Zum Beispiel, indem Sie die Gebühren für Ihr Girokonto von der Steuer absetzen. In welcher Höhe der Fiskus allerdings die Gebühren anerkennt, kommt darauf an:Arbeitnehmer können pauschal 16 Euro pro Jahr als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Was darüber hinausgeht, wird nicht anerkannt, es sei denn, ein Girokonto würde ausschließlich als Lohn- bzw. Gehaltskonto geführt und es fänden keinerlei private Transaktionen von diesem Konto statt. Da das aber in der Regel nicht der Fall ist, bleibt es bei 16 Euro.Anders sieht es bei Selbstständigen aus: Sie können die vollen Kosten für die Kontoführung ansetzen. Allerdings auch hier nur, wenn das Kontokorrentkonto (so heißt das Pendant zum Girokonto bei Geschäftsleuten und Firmen) ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt wird.Voll absetzbar sind auch die Gebühren für ein Konto, auf dem ausschließlich Mietzahlungen landen und Ausgaben im Zusammenhang mit der Vermietung getätigt werden. Dann können Sie das besagte Konto als Werbungskosten bei den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung absetzen. Aber auch hier gilt: Eine private Nutzung ist dann nicht erlaubt!Gebühren für ein Wertpapierdepot und das zugehörige Verrechnungskonto können Sie seit Einführung der Abgeltungssteuer nicht mehr absetzen. Denn seit Anfang 2009 gibt es den  Sparerpauschbetrag von 801 Euro (1.602 Euro bei Verheirateten). Darin sind alle sonstigen Kosten im Zusammenhang mit Geldanlage und Wertpapierkauf, also auch die Gebühren fürs Depot, pauschal enthalten. Ob die Kosten tatsächlich höher sind, interessiert den Fiskus dabei nicht.Fazit: Sie können die Gebühren für Ihre Konten und Depots in der Regel nur in sehr geringem Umfang von der Steuer absetzen. Umso mehr lohnt es sich, nach einer günstigen Bank beziehungsweise einem günstigen Kontenmodell Ausschau zu halten.

Herzliche Grüße,

Ihr

BKK-Unterschrift-Liemen

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Dr. Erhard Liemen,

Chefredakteur von:

“Bankkunden – vertraulich”

“Der Deutsche Wirtschaftsbrief”

PS: Wäre die Einführung einer Weltwährung die Lösung, die uns aus der aktuellen Krise führt? Nein, sagt Günther Hannich, Chefredakteur des „Crash Investors“. Eine Weltwährung würde uns geradewegs in eine Katastrophe führen. Lesen Sie mehr dazu in seinem heutigen Gastkommentar.


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David Gerginov
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.