Interroll AG: Geheimtipp aus der Schweiz

Amazon, UPS oder Red Bull – bei dem Schweizer Unternehmen Interroll sind sie alle Kunden. Und der Konzern ist für die Zukunft gerüstet. (Foto: Sundry Photography / shutterstock.com)

Gerade jetzt im Weihnachts-Geschäft stehen die Förderbänder niemals still – ob bei der Post oder auch in riesigen Logistik-Zentren, wie sie bei großen Online-Versandhäusern üblich sind.

Aber auch zwischen Januar und Oktober ist der Umschlag an Waren groß. Wer in diesen Trend investieren will, der muss nicht Amazon oder die Deutsche Post kaufen.

Wir haben ein Unternehmen aus der Schweiz entdeckt, welches Maschinen herstellt, die in der neuen, schnellen und vernetzten Welt besonders gebraucht werden.

Die Aussichten sind gut, aber lesen Sie selbst!

Maschinen für das Wachstums-Segment

Die 1959 gegründete Interroll AG ist auf Komponenten und Dienstleistungen für die innerbetriebliche Logistik spezialisiert.

Der Konzern bedient mehr als 23.000 Kunden, darunter UPS, Amazon, Red Bull, Procter & Gamble, Modeketten, Flughäfen und Post-Unternehmen.

Das Angebot umfasst Trommel-Motoren, Band-Antriebs-Systeme, Förder-Rollen, Sortier-Anlagen und Fließlager.

Interroll hat das 1. Halbjahr mit neuen Rekorden bei Umsatz und Auftrags-Eingang abgeschlossen. Operatives Ergebnis und Gewinn gingen jedoch zurück.

Belastet haben höhere Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie in den Kapazitäts-Ausbau.

Zudem sind die Stahlpreise gestiegen. Die 3 großen Sparten sind 2-stellig gewachsen.

In der Sparte Pallet & Carton Flow ging der Umsatz dagegen zurück, weil ein bereits 2016 abgerechnetes Großprojekt nicht kompensiert werden konnte.

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Die anhaltend hohe Nachfrage nach Fließlager-Lösungen für Paletten und Behälter-Verpackungen aus der Lebensmittel- und Getränke-Industrie dürfte aber in den kommenden Monaten für Besserung sorgen.

Gute Produkte = Gute Aktie?

Interroll hat keine konkrete Jahres-Prognose abgegeben.

Der Konzern blickt aber angesichts der starken Auftragslage zuversichtlich auf das 2. Halbjahr und rechnet trotz der hohen Investitionen mit einer 2-stelligen operativen Marge.

Im 1. Halbjahr ging die Marge von 11,7 auf 10,1% zurück. Der Auftrags-Eingang stieg um 13,2% auf 244,5 Mio. SFr.

Für einen weiteren Auftrags-Schub könnte die Branchen-Messe drinktec im September gesorgt haben.

Dort hat Interroll neue Transport-Systeme mit einem hohen Grad an Automatisierung vorgestellt.

Langfristig hohes Potenzial versprechen die stark wachsenden Bereiche E-Commerce, Flughäfen sowie Lebensmittel-Verarbeitung und -Distribution.

Interroll ist für die Zukunft gerüstet

Mit seinen Produkten, die sich durch hohe Effizienz auszeichnen, Energiekosten um bis zu 50% senken und Lieferzeiten deutlich verkürzen, ist Interroll bestens gerüstet.

Die Dividendenrendite von 1,1% ignorieren wir geflissentlich. Die Chancen bei der Aktie liegen ganz klar in der unternehmerischen Entwicklung.

Die Aufträge stimmen, das Wachstum halten wir für sehr sicher. Wer diese Produkte hat, kann sich auch eine ambitionierte Bewertung leisten!


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.