Geläuterter Sünder – Große Chance?

Die Aktie von Volkswagen hat eine turbulente Zeit hinter sich. Wie es fundamental um das Unternehmen steht, erfahren Sie in diesem Beitrag: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wie stehen Sie zum Abgas-Skandal, der rund um die Diesel-Motoren von Volkswagen begonnen hat?

Zwar könnte man auf zunächst einmal an einen Medien-Hype denken und den US-Amerikanern eine Kampagne gegen deutsche Autobauer unterstellen.

Doch wenn man einmal darüber nachdenkt und Statistiken zu Toten aufgrund von Auto-Abgasen berücksichtigt, so ist das Ganze doch im Wahrsten Sinne des Wortes ein Skandal.

Ist es aufgrund der jüngsten Vorkommnisse rund um VW noch angebracht, die Aktie mit einem guten Gewissen zu kaufen?

Um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen, haben wir das Unternehmen ganz genau unter die Lupe genommen.

VW bei Antrieben weiter vielseitig aufgestellt

Die VW-Gruppe ist mit einer Produktion von fast 10 Mio. Autos der größte Hersteller Europas. Wichtigster Absatzmarkt ist Deutschland.

Zum Konzern gehören die PKW-Marken

  • Audi,
  • Bentley,
  • Bugatti,
  • Lamborghini,
  • Seat,
  • Skoda,
  • Porsche
  • und Volkswagen

sowie das Nutzfahrzeug-Geschäft mit Scania und MAN. Ergänzend hierzu bietet der VW-Konzern Finanz-Dienstleistungen an.

In 21 Ländern finden sich 60 Fertigungsstätten.

Zahlen sind überzeugend

VW ist auf Erholungskurs: Im 1. Quartal sind Umsatz und Gewinn 2-stellig gestiegen. Der Absatz lag mit 2,61 Mio. Fahrzeugen knapp über Vorjahres-Niveau.

Die operative Rendite verbesserte sich von 6,1 auf 7,8% und erreichte in der PKW-Sparte sogar 8,5%.

Verantwortlich waren die Restrukturierungs-Erfolge bei der Kernmarke VW, deren Rendite von 0,3 auf 4,6% sprang.

Im Vergleich zu Konkurrenten wie Renault, Peugeot oder Toyota ist die Ertragskraft aber immer noch zu gering.

Im Gesamtjahr strebt VW ein Umsatz-Wachstum von 4%, eine operative Rendite von 6 – 7% im Konzern und 6,5 – 7,5% in der PKW- Sparte an.

Mit Produktivitäts-Steigerungen, Kosten-Senkungen und 17 neuen SUV-Modellen soll die Rendite bei der Kernmarke bis 2025 auf 6% gesteigert werden.

Im gleichen Zeitraum will der Konzern 30 neue Elektro- Modelle entwickeln.

In China setzt VW auf die Zusammenarbeit mit JAC. Ziel ist es, bis 2020 rund 400.000 Autos mit Elektro- oder Hybrid-Antrieb in der Volksrepublik zu verkaufen.

Aber auch Gas- und Diesel-Antrieb werden weiterentwickelt. Denn nur mit dem Selbstzünder können die CO2-Vorgaben der EU erfüllt werden.

Fazit: Skandal nicht ausgestanden, doch Perspektive gut

Noch nicht ausgestanden ist der Abgas-Skandal, für dessen Folgen VW 18,2 Mrd. € zurückgestellt hat. Ob das reicht, bleibt abzuwarten.

Unabhängig davon ist der Konzern mit einer Netto-Liquidität von 23,8 Mrd. € im Automobil-Bereich finanzstark genug, um das Problem zu bewältigen.

Ein Risiko bleiben dagegen mögliche Strafzölle in den USA, zumal ein Großteil der dort verkauften Autos in Mexiko produziert wird.

Insgesamt aber ist VW auf dem richtigen Weg. Wer mit gutem Gewissen investieren will, findet aber dennoch Alternativen zur Aktie von VW.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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