Geld sparen oder ausgeben – Unsere Expertenmeinung

An sich ist die Idee wirtschaftlich vollkommen richtig. Die Inflation wird aller Voraussicht nach steigen, das Geld entwertet. Das können Sie in dieser Situation tun. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Wenn Banken jetzt etwa 2 Prozent Zinsen zahlen, reicht dies hinten und vorne nicht. Selbst wenn die Inflation nur um 5 Prozent zunehmen wird (und dies ist als Minimumwert wahrscheinlich), nimmt das Vermögen rapide ab.

Es wird nur wenige Jahre dauern, bis Sparer 20 Prozent und mehr verloren haben. Einfach so. Deshalb: sparen oder ausgeben.

Schleichende Entwertung durch niedrige Zinsen vorprogrammiert

Konsumieren heißt: geben Sie Ihr Geld einfach aus. Solange es noch vernünftiges Zahlungsmittel, also anerkannt ist, keine schlechte Idee. So „billig“ wird es nicht mehr. Andererseits lockt der Zinseszinseffekt.

Wer jetzt schon anfängt zu investieren statt zu „sparen“ oder zu konsumieren, kann bei einer Rendite von 7 Prozent jährlich sein Vermögen in knapp 10 Jahren einfach verdoppeln. Selbst nach Inflation bleiben davon nach 10 Jahren 21,90 Prozent Gewinn.

Jetzt schon investieren statt sparen oder konsumieren

Bei einer Rendite von 5 Prozent nach Inflation haben Sie nach 10 Jahren immerhin 62,89 Prozent verdient. Nach 7 Jahren (wenn Sie also stattdessen 3 Jahre lang alles ausgeben statt zu investieren) sind dies nur 40,71 Prozent, also ein Drittel weniger.

Investieren ist besser als konsumieren, konsumieren besser als für 2 Prozent zu sparen und langsam das Geld zu verlieren. Wer jetzt 7 bis 10 Prozent Rendite schaffen möchte, kann in Indizes oder Einzelaktien investieren. Etwa: Rosenbauer, WKN: 892502. Das Unternehmen stellt Löschsysteme her. Ein klassischer Sachwert.

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.