Geld verdienen mit Umweltschutz-Aktien

Tomra Systems hat für die ersten 9 Monate 2016 gute Geschäftszahlen präsentiert.

Der auf Pfandrücknahme-Systeme spezialisierte Anbieter steigerte den Umsatz um 12% auf 4,84 Mrd. NOK.

Das operative Ergebnis (EBITA) verbesserte sich von 668 auf 803 Mio. NOK. Zum Wachstum trugen beide Segmente bei.

Insbesondere die Sparte Rücknahme-Systeme verzeichnete in Europa mit 18,9% die höchsten Umsatz-Zuwächse.

Tomra Systems profitiert vom Austausch veralteter Systeme in Deutschland

Hauptgrund dafür war, dass in Deutschland bis zu 3.700 veraltete Rücknahme-Systeme pro Jahr gegen neue ausgetauscht werden.

Das Rücknahme-System T9, die 1. Maschine, die mit einer 360-Grad-Erkennung ausgestattet ist und die alle Sorten von Getränke-Behältern erkennt, ist mittlerweile Standard im Einzelhandel.

Die Sparte Sortiersysteme steigerte ihren Umsatz um 8,7%. Hier trug insbesondere Nordamerika zum Wachstum bei.

Nur in Südamerika war der Umsatz auf niedrigem Niveau rückläufig. Aufgrund eines veränderten Produktmix verbesserten sich die Margen beider Segmente.

Tomra will das neuseeländische Fruchtsortier-Unternehmen Compac übernehmen

Die Übernahme unterliegt noch der Genehmigung des Auslandsinvestitions-Amtes, soll aber im 1. Quartal 2017 abgeschlossen werden.

Dazu passend hat Tomra 2 neue Sortiermaschinen, die TOMRA 5A und die TOMRA 5B, präsentiert.

TOMRA 5A, die ungeschälte und geschälte Industrie-Kartoffeln sortiert, wurde speziell entwickelt, um die Produkt-Qualität bei minimalem Ausschuss zu verbessern.

Unternehmens-Porträt

Tomra Systems wurde 1972 gegründet und ist der weltweit führende Anbieter von Leergut-Rücknahme-Automaten und -Systemen zur Getränkebehälter-Rücknahme.

Als einziger Hersteller bietet Tomra ein komplettes Produkt-Sortiment, das sowohl Mehrweg-Glasflaschen, -plastikflaschen und -kästen als auch Einwegdosen und -flaschen annimmt, sortiert und weiterleitet.

Weltweit hat das Unternehmen schon über 85.000 Rücknahme-Automaten installiert.

Mit den Geschäftszahlen hat Waste Management die Markterwartungen getroffen

Umsatz und Gewinn lagen in den ersten 9 Monaten über den Vorjahreswerten:

Unterm Strich erhöhte sich der Gewinn um 76% auf 846 Mio $ – mit Müll und erneuerbaren Energien lässt sich also doch noch gutes Geld verdienen.

Besonders durch das Kerngeschäft Abfall-Beseitigung hat sich die operative Marge dank weiterer Kostensenkungen um 0,6% auf 16,5% verbessert.

Zugute kamen Waste Management zudem die immer noch relativ günstigen Benzinpreise.

Im Recycling-Bereich sah sich Waste Management jedoch weiterhin mit rückläufigen Sekundärrohstoff-Preisen konfrontiert.

Dank höherer Volumina stieg der Umsatz leicht auf 883 Mio. $.

Waste Management hebt die Dividende an

Die Aktionäre wurden mit einer Dividenden-Erhöhung um 6,5% auf 41 Cent je Aktie am Geschäfts-Erfolg beteiligt. Auf das Jahr hochgerechnet werden künftig 1,64 $ ausbezahlt.

Seit dem Jahr 2004 hat WM jedes Jahr die Dividende erhöht. Zudem hat der Konzern in dieser Zeit 125,2 Mio. eigene Aktien zurückgekauft.

Waste Management ist in einer Branche tätig, die immer gefragt ist und nie aus der Mode kommt.

Außerdem hat das Geschäft mit Müll immense Wettbewerbs-Vorteile:

Es gibt viele gesetzliche Auflagen für den Betrieb einer Mülldeponie, und nicht jeder kann eine dort eröffnen, wo er möchte.

Darüber hinaus sind die Investitionen in die Betriebs-Einrichtungen sehr kapitalintensiv.

Waste Management muss sich keine Sorgen um Mitbewerber machen. Das verleiht dem Konzern eine solide Preissetzungsmacht.

Unternehmens-Porträt

Waste Management ist der bedeutendste Umweltservice-Konzern der Welt:

Die Aktivitäten des US-Marktführers bestehen aus einem umfangreichen Netzwerk an Dienstleistungen im Bereich der Abfall- und Abwasser-Entsorgung sowie des Recyclings.

Angeboten werden die Sammlung, Sortierung, Verwertung und Beseitigung von Hausmüll, Wertstoffen, Industrie-, Gewerbe- und Sonderabfällen.

3. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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