Geldpolitik der Notenbanken treibt den Goldpreis klar an

Schon gestern ging es an dieser Stelle um den Goldpreis. Im Mittelpunkt standen Faktoren, die für einen weiteren Preisanstieg beim Gold sprechen.

Unsicherheit an den Finanzmärkten treibt Goldpreis an

Der große Faktor, der den Goldpreis meiner Einschätzung nach bald weiter antreiben wird, ist die Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Hierfür gibt es gleich verschiedene Gründe:

  • Zum einen ist es das wie gestern schon beschriebene Umfeld von Negativ-Zinsen.
  • Zudem ist es die beherrschende Unsicherheit über den Ausgang der US Wahl.

Doch es gibt noch deutlich mehr Faktoren, die aktuell für Unsicherheit an den Finanzmärkten sorgen und so für weiteres Potenzial beim Goldpreis verantwortlich sind.

Eine wichtige Frage ist beispielsweise, wann die US-Notenbank Fed die Zinswende tatsächlich durchziehen wird. Kommt es also 2016 noch zu weiteren Zinserhöhungen?

Die am vergangenen Freitag vorgestellten US-Arbeitsmarktdaten blieben klar unterhalb der Erwartungen zurück.

Das hat wiederum dafür gesorgt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung für den September klar abgenommen hat.

US-Notenbank zögert weitere Zinsschritte heraus

Bis jetzt hat es in den USA erst einen Zinsschritt gegeben und der liegt schon etliche Monate zurück. Das war im Dezember 2015 und da ging es auch nur um 25 Basispunkte nach oben.

Nun ist es möglich, dass die US-Zinsen im Dezember angehoben werden. Sicher ist es nicht. Daher sorgt auch dieser Marktfaktor für weiteres Potenzial beim Goldpreis.

Auch die noch immer nicht klaren Folgen des BrExit sind ein weiterer Unsicherheits-Faktor. Klar ist nur, dass Großbritannien die Europäische Union verlassen wird.

Wie das geschehen soll, und v. a. wann der Prozess abgeschlossen werden kann, ist völlig unklar. Das ist ein Aspekt der Unsicherheit, der auch positiv auf den Goldpreis wirken kann.

Hinzu kommen noch die zahlreichen geopolitischen Konflikte rund um den Erdball. Das Risiko weiterer Eskalation von schon jetzt bestehenden Konflikten ist allerdings extrem schwer zu beziffern.

Terror lässt Finanzmärkte kalt

Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass Terror so gut wie keinen Einfluss auf die Entwicklung an den Finanzmärkten haben.

Anschläge in verschiedenen Regionen der Welt gehören leider mittlerweile zur Tagesordnung. Das ist eine dramatische Entwicklung, mit der wir uns wohl abfinden müssen.

Grundsätzlich sehen Sie bei diesen vielen verschiedenen Faktoren die Unsicherheit produzieren ganz klar:

Gold hat weiteres Preispotenzial, denn das Edelmetall hat in der Vergangenheit immer wieder in Krisenzeiten einen regelrechten Boom erlebt weil viele Investoren die Sicherheit des Goldes gesucht haben.

6. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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