General Electric und Siemens: Zwei Giganten der Elektroindustrie

Bei den Giganten der Elektronikbranche sehen wir aktuell die deutsche Siemens  vor dem US-Konkurrenten General Electric.

Grund genug diese Megabranche und seine Giganten näher zu begutachten.

Elektroindustrie: Die Megabranche

Die Elektroindustrie ist die größte Branche der Welt und liegt damit noch vor der Automobilwirtschaft und dem Maschinenbau. Wachstumstreiber sind die Schwellenländer in Asien, vor allem China, und Lateinamerika. Deutschland ist dabei der führende Wirtschaftsstandort in Europa.

Nach der aktuellen Schätzung des Branchenverbandes ZVEI ist die Produktion im Jahr 2010 hierzulande um 12% gewachsen. Damit konnte der krisenbedingte Einbruch im Jahr 2009 zum Teil wieder wettgemacht werden.

Im neuen Jahr 2011 wird sich die Elektroindustrie weiter erholen, wenn auch nicht mehr so dynamisch wie 2010. Das Wachstum wird sich auf etwa 7% belaufen.

Das ist aber immer noch mehr als der langjährige Wachstumstrend von 3%. Die Branche ist nach Angaben von ZVEI strukturell sehr gut aufgestellt, um außer von der Dynamik in den traditionellen Märkten auch von den neuen Nachfragetrends zu profitieren:

Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz, die Elektromobilität, die Effizienz in der Gesundheitswirtschaft, intelligente Netze und Häuser sowie die moderne Infrastruktur.

General Electric und Siemens: Die Giganten

Der amerikanische Konzern General Electric ist einer der größten Mischkonzerne der Welt. Wegen seiner Größe und seiner breiten Diversifizierung ist er ein Konjunkturbarometer für die ganze amerikanische Wirtschaft.

Der Konzern ist derzeit außer im klassischen Industriegeschäft vor allem auch im Medien- und Finanzgeschäft tätig.

Konzernchef Immelt ist im Januar vom amerikanischen Präsidenten Obama zum Direktor eines neu geschaffenen Beratergremiums für Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit ernannt worden. Dadurch sollen neue Ideen aus dem Privatsektor das Wirtschaftswachstum in den USA ankurbeln.

General Electric will vor allem in neue, umweltfreundliche Technologien investieren und damit neue Marktpotenziale erschließen.

Darüber hinaus gehört der Konzern auch zu den weltgrößten Anbietern von Windturbinen. Im Herbst hat das Unternehmen ein neues Jointventure in China zum Bau von Windturbinen geschlossen.

China ist mit einem Volumen von 13 Mrd $ und einer Kapazität von 25 Gigawatt der größte Absatzmarkt für Windturbinen in der Welt. Bis zum Jahr 2020 soll die installierte Kapazität auf 150 Gigawatt steigen. In China ist die Bildung von Jointventures meist Voraussetzung für den Markteintritt.

Auch Konkurrent Siemens, ein deutsches Unternehmen, will die hohe Dynamik des Windenergiemarktes nutzen und hat den Bau von weiteren Produktionsstätten für Windenergieanlagen in Großbritannien, Indien und China angekündigt.

Der deutsche Elektrokonzern, der weltweit vertreten ist, will bis zum Jahr 2012 zu den drei weltweit führenden Anbietern von Windenergieanlagen aufsteigen.  

17. März 2011

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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