Georg Fischer: 1.000-Franken-Aktie, die nicht zu teuer ist

Das Schweizer Traditions-Unternehmen Georg Fischer hat vor wenigen Tagen seine Zahlen für das 1. Halbjahr 2017 vorgelegt.

Und diese fielen so gut aus, dass die Aktie des Schweizer Mittelständlers am Tag der Zahlenvorlage 2-stellig zugelegt hat.

Georg Fischer: 2 Besonderheiten

Wenn Sie sich die Aktie von Georg Fischer ansehen, werden Sie 2 Dinge feststellen:

  1. wird die Aktie an deutschen Börsenplätzen so gut wie nicht gehandelt, was den Handel über die Schweizer Börse notwendig macht.
  2. kostet die Georg-Fischer-Aktie derzeit über 1.000 Schweizer Franken (CHF).

Letzteres braucht Sie jedoch nicht abzuschrecken. Denn ob eine Aktie attraktiv bewertet ist und weiter steigt, sollte nichts damit zu tun haben, ob eine Aktie heute 10 oder 1.000 CHF kostet.

Gleich werde ich genauer auf die aktuellen Zahlen der Firma eingehen und Ihnen erklären, warum die Aktie trotz des optisch hohen Kurses mittel- bis langfristig weiter steigen wird.

Doch zuvor möchte ich Ihnen das Traditionskonzern Georg Fischer kurz vorstellen:

Georg Fischer im Portrait

Das Unternehmen Georg Fischer wurde vor über 200 Jahren gegründet und hat seinen Sitz im schweizerischen Schaffhausen. Dessen Aktie ist bereits seit 1903 an der Börse notiert.

Der Konzern umfasst heute die 3 Divisionen GF Piping Systems, GF Automotive und GF Machining Solutions.

Georg Fischer betreibt in 33 Ländern 131 Gesellschaften, davon 51 Produktionsstätten.

Die rund 14.800 Mitarbeiter haben im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von rund 3,7 Mrd. Schweizer Franken (CHF) erwirtschaftet.

Nach eigenen Angaben ist der Betrieb der bevorzugte Partner seiner Kunden für:

  • den sicheren Transport von Flüssigkeiten und Gasen,
  • leichte Guss-Komponenten in Fahrzeugen
  • und die Hochpräzisions-Fertigungstechnologie.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr organisch (also ohne Zukäufe und Währungs-Effekte) um starke 8,4% auf knapp 2 Mrd. CHF.

Der operative Gewinn (EBIT) legte überproportional zum Umsatz um 9,8% auf 168 Mio. CHF zu. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) verbesserte sich von 8,2 auf 8,4%.

Auch die Bilanz-Qualität hat sich weiter verbessert:

So legte Georg Fischer bei der Eigenkapitalquote leicht auf 37% zu und verringerte die Netto-Verschuldung von 394 Mio. CHF im Vorjahr auf 315 Mio. CHF.

Georg-Fischer-Chef Yves Serra kommentierte das Zahlenwerk im Rahmen einer Telefonkonferenz mit Analysten wie folgt:

„Wir profitieren von einem günstigen Umfeld und sind bestens positioniert, um die positive Wachstums-Dynamik aufrechtzuerhalten.“

Soll heißen: Es spricht einiges dafür, dass es bei Georg Fischer sowohl, was die operative Geschäfts-Entwicklung angeht, als auch beim Aktienkurs weiter bergauf gehen wird.

26. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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