George Soros: Der Star-Investor wird 90

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Der weltberühmte Hedgefonds-Manager und Milliardär George Soros wird heute 90 Jahre alt. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Heute feiert der Star-Investor George Soros seinen 90. Geburtstag. Damit ist er nur ein paar Tage älter als der noch berühmtere Investor Warren Buffett, der am 30. August dieses Jahres 90 Jahre alt wird. Der große runde Geburtstag von George Soros ist für mich Grund genug, den Investor für Sie zu portraitieren.

Soros, der gebürtig György Schwartz heißt, wurde im Jahr 1930 im ungarischen Budapest geboren. Seine Familie und er haben die Nazi- und Judenverfolgungen am eigenen Leib erlebt und überlebt.

Soros floh 1947 aus Ungarn nach England und besuchte dort die LSE (London School of Economics). Seinen Abschluss von der LSE erhielt er im Jahr 1952. Im Jahr 1956 wanderte er schließlich in die USA aus, wo er als Händler an der Wall Street begann.

Soros und sein Quantum Fonds

Später machte er sich selbständig und gründete zusammen mit dem ebenfalls sehr bekannten Investor Jim Rogers den Quantum Fonds, der in der Folge Renditen von rund 30% pro Jahr erzielen konnte.

Soros hat sein Vermögen nicht wie etwa Warren Buffett damit gemacht, dass er auf unterbewertete Unternehmen setzt und darauf wartet, bis der Markt den fairen Wert dieser Unternehmen erkennt und honoriert. Stattdessen hat Soros sein Vermögen mit seinem Gespür für makroökonomische Entwicklungen verdient.

So sah er beispielsweise in den 1970er Jahren die Liberalisierung des Finanzsystems voraus und kaufte Bankaktien. Als er Maggie Thatcher traf, stieg er in britische Unternehmen ein. Er ahnte, dass sie es ernst meinte mit ihren Plänen zur Öffnung der Wirtschaft. Mitte der 1980er Jahre überschritt Quantum als erster Hedgefonds die Milliardengrenze beim Fondsvolumen.

Sein wohl größter Coup

Weltberühmt wurde Soros jedoch erst Anfang der 1990er Jahre. Damals erkannte Soros, dass das System der festen Wechselkurse in Europa so angespannt war, dass das Britische Pfund im Verhältnis zur D-Mark abgewertet werden musste.

Soros wettete gegen das Pfund und verdiente damit innerhalb kürzester Zeit geschätzte 1,1 Mrd. US-Dollar. Denn seine Wette war aufgegangen. Fortan galt Soros als der Mann, der die Bank of England (die britische Notenbank) gestürzt hat.

Er verdiente 2018 im Crash 1,1 Mrd. US-Dollar

Später profitierte Soros von der Asienkrise in den 1990er Jahren und von der weltweiten Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009, die ihren Ursprung im Platzen der Immobilienblase in den USA hatte. Im Krisenjahr 2008 war Soros mit einem Einkommen von 1,1 Mrd. US-Dollar der bestbezahlte Hedgefonds-Manager.

Als Grundlage für seine Erfolge an der Börse sieht er seine Theorie der Reflexivität, die er in seinem Buch Alchemie der Finanzen (1988) beschreibt. Diese Theorie beschreibt die Entstehung einer Diskrepanz zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Realität und bezieht sich auf Karl Popper, einen seiner ehemaligen Professoren.

Ein berühmtes Zitat von Soros lautet: Vor dem Sonnenaufgang kommt erst einmal die Finsternis. Was er damit meint: Werfen Sie nicht die Flinte ins Korn, wenn an den Börsen Ausverkaufsstimmung herrscht, so wie im März dieses Jahres. Dann, wenn es besonders dunkel ist, ist der Sonnenaufgang sehr nah.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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