Geplanter Mietendeckel in Berlin sorgt für massive Verunsicherung

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In den letzten Jahren ging es für deutsche Immobilienaktien nur nach oben. Nun aber geht die Sorge um, dass das regulatorische Umfeld schwieriger wird. (Foto: hanohiki/Shutterstock)

Wer in den letzten Jahren in deutsche Wohnimmobilienaktien wie Vonovia oder Deutsche Wohnen investierte, konnte sich über satte Kursgewinne freuen. Die Flucht ins Betongold erfasste bekanntlich auch Immobilienaktien und reichlich spekulatives Kapital floss in diese Papiere. Wir waren hier ja schon immer sehr skeptisch und sehen uns nun durch die aktuelle Entwicklung bestätigt.

Flucht aus Immobilienaktien

Höchst beachtlich ist jedenfalls, dass sich die Welt scheinbar innerhalb kürzester völlig verändert hat. Bisher hieß es ja, dass Kapital in den vermeintlich sicheren Hafen der deutschen Immobilienwerte Schutz sucht. In jüngster Vergangenheit titelten Agenturen aber das exakte Gegenteil. Es war sogar von einer regelrechten Flucht aus Immobilienaktien die Rede. Höchst interessant ist in dem Kontext, dass die Betongold-Aktien nicht sofort nach den Enteignungs- Äußerungen von Juso-Chef Kühnert in die Knie gingen. Offensichtlich steht Kevin nicht wirklich allein da und spätestens nach dem Gesetzentwurf der Berliner Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen sind nun alle Dämme gebrochen.

Der Entwurf der Politikerin der Linken sieht vor, die Mieten in der Bundeshauptstadt ab dem kommenden Jahr für fünf ganze Jahre einzufrieren. Dieser Vorschlag von Frau Lompscher reichte aus, um an der Börse bei den deutschen Immobilienaktien für massive Kursverluste zu sorgen. Die Aktie der Deutschen Wohnen verlor binnen zweier Handelstage fast 16 Prozent an Wert.

Sage und schreibe 2,4 Milliarden Marktkapitalisierung lösten sich allein durch das Bekanntwerden des Lompscher-Plans in Luft auf. Bisweilen nahm der Aberverkauf der Immobilienaktien gar crashartige Züge an. Höchst beachtlich ist in dem Umfeld auch die Aussage von Frau Kipping, der Vorsitzenden der Linken. Die Reaktion am Aktienmarkt würde laut Frau Kipping zeigen, dass die Strategie ihrer Partei Wirkung entfalten würde. Punkt.

Ja, liebe Leser, der Immobilienmarkt, die Immobilienaktien sind wahrlich heiß gelaufen in den letzten Jahren. Regelrecht spekulativ aufgebläht eben. Der Wind dreht sich aber nun. Das regulatorische Umfeld wird nicht einfacher werden. Im Gegenteil. Grundsätzlich ist Kapital ja scheu wie ein Reh. Allein die regulatorische Verunsicherung wird dafür sorgen, dass weniger spekulatives Kapital in deutsches Betongold fließen wird.

Und damit dürfen auch sämtliche Hoffnungen auf noch exzessivere Wertsteigerungen begraben werden. An der Stelle können wir hier nur unsere deutliche Warnung vor den überbewerteten Immobilienmärkten in den boomenden Ballungsräumen der Republik wiederholen. Schauen Sie sich das wilde Treiben bitte von der Seitenlinie aus an.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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