Gerresheimer: Aktie legt trotz Umsatz- und Gewinn-Rückgang zu

Das MDax-Unternehmen Gerresheimer hat heute aktuelle Zahlen vorgelegt. Lesen Sie in diesem Beitrag von Tobias Schöneich die Details dazu: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Das im MDax notierte Unternehmen Gerresheimer hat heute die Geschäftszahlen für das 3. Quartal des Geschäftsjahres 2016/2017 (bis Ende November 2017) veröffentlicht.

Trotz eines Umsatz- und Gewinn-Rückgangs legte die Aktie des Konzerns im heutigen Handel zu.

Wie die Zahlen im Detail ausgefallen sind und was das Gerresheimer-Management für das gesamte Geschäftsjahr 2016/2017 erwartet, lesen Sie gleich.

Zuvor stelle ich Ihnen kurz das Geschäftsmodell von Gerresheimer vor:

Gerresheimer: Das steckt dahinter

Der bereits 1864 gegründete Traditionsbetrieb Gerresheimer ist ein weltweit führender Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie.

Er stellt sogenannte Primär-Verpackungen aus Spezialglas und Kunststoffen für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittel-Industrie her. Dazu zählen:

  • Insulin-Pens,
  • Inhalatoren,
  • vorfüllbare Spritzen,
  • Injektions-Fläschchen,
  • Ampullen,
  • Flaschen
  • und Behältnisse für flüssige wie feste Medikamente mit Verschluss- und Sicherheits-Systemen
  • sowie Verpackungen für die Kosmetik-Industrie.

Gerresheimer ist weltweit vertreten und produziert mit rund 10.000 Mitarbeitern dort, wo die Kunden und Märkte sind.

Mit Werken in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien erwirtschaftet Gerresheimer einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. €.

Aktuelle Zahlen im Überblick

Kommen wir nun zu den heute vorgelegten Zahlen:

Gerresheimer hat im abgelaufenen Quartal (Juni – August) einen Umsatz in Höhe von 331,5 Mio. € erzielt. Das waren 5,4% weniger als im Vorjahres-Zeitraum.

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) ist von 81,2 Mio. € im 3. Quartal 2015/2016 auf 77,6 Mio. € im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres gesunken.

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Die bereinigte EBITDA-Gewinnmarge konnte dagegen aufgrund einer strengen Kostenkontrolle sowie kontinuierlicher Fokussierung auf betriebliche Effizienz leicht verbessert werden:

Sie erreichte einen Wert von 23,4%.

Der bereinigte Netto-Gewinn aus fortgeführtem Geschäft je Aktie nach nicht beherrschten Anteilen belief sich im 3. Quartal 2016/2017 auf 1 € nach 1,17 € im Vorjahres-Zeitraum.

Das bedeutet ein Minus von 14,5%.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr

Der Gerresheimer-Vorstand rechnet zwar mit einem guten 4. Quartal, erwartet jedoch trotzdem, dass es schwer wird das Umsatz-Ziel von 1,4 Mrd. € für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen.

Es gebe ein Risiko, dass der Umsatz 30 Mio. € unter dem Ziel liegen könnte, hieß es.

Sofern die Erlöse tatsächlich um 30 Mio. € unter dem prognostizierten Wert liegen sollten, würde sich dies mit einem Minus von rund 10 Mio. € auf den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) niederschlagen.

Bisher wird mit einem bereinigten EBITDA von 320 Mio. € gerechnet.

Meine Einschätzung

Ein Kauf-Kandidat ist die Gerresheimer-Aktie für mich im Moment nicht.

Sollte die eigene Prognose deutlicher unterschritten werden als heute in Aussicht gestellt, droht ein Rücksetzer.

Dieser könnte dann eine Einstiegs-Gelegenheit darstellen, sofern Sie mit operativer Besserung rechnen.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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