Geschäfts-Aussichten der Unternehmen besser als Stimmung unter Anlegern

Wieder einmal ist die Stimmung in den Chefetagen deutscher Unternehmen eine ganz andere als die unter deutschen Anlegern:

Während sich die Stimmung in den deutschen Firmen laut aktuellen Ifo-Index weiter aufhellte und sogar auf den höchsten Stand seit 2 Jahren kletterte, bleibt die unter deutschen Anlegern durchwachsen.

Konkret ist der sogenannte Ifo-Geschäftsklima-Index nach 106,3 Zählern im Vormonat auf 109,5 Punkte geklettert. Das meldete das bekannteste deutsche Wirtschaftsforschungs-Institut Ifoheute.

Der Ifo-Geschäftsklima-Index, der als wichtigster Frühindikator für die deutsche Wirtschaft gesehen wird, sprang damit auf den höchsten Stand seit Mai 2014.

„Deutsche Wirtschaft erwartet einen goldenen Herbst“

Ifo-Chef Clemens Fuest kommentierte die Ergebnisse der jüngsten Befragung unter 7.000 deutschen Firmen-Lenkern wie folgt: „Die deutsche Wirtschaft erwartet einen goldenen Herbst.“

Denn die befragten Unternehmens-Chefs beurteilen nicht nur die aktuelle Lage sehr positiv, sondern auch die Geschäfts-Ausichten für die nächsten 6 Monate.

Die meisten deutschen Ökonomen hatten hingegen nur einen moderaten Anstieg auf 106,4 Punkte erwartet.

Besonders positiv ist auch zu bewerten, dass sich die Stimmung quer durch alle Branchen aufhellte. Die Industrie blickt v. a. dank besserer Aussichten deutlich zuversichtlicher in die Zukunft.

Der Erwartungs-Indikator, der die Erwartungen für die kommenden 6 Monate widerspiegelt, stieg auf 10,8 Zähler an. Das ist ein mehr als guter Wert.

Dies verdeutlicht auch die diesbezügliche Äußerung des Ifo-Instituts:

„Ein Anstieg des Erwartungs-Indikators von 10,8 Punkten wurde zuletzt kurz nach der Finanz- und Wirtschaftskrise beobachtet.“ Die Erwartungen für die nächsten 6 Monate könnten also kaum besser sein.

Auch im Groß- und Einzelhandel ging die Stimmung laut Ifo-Institut nach oben.

„Das Bauhauptgewerbe setzt seinen Höhenflug fort, der Geschäftsklima-Index erreichte ein neues Rekord-Niveau“, hieß es seitens des Münchner Wirtschaftsforschungs-Instituts.

Deutsche Wirtschaft hat BrExit-Schock gut verdaut

Damit ist auch klar, dass die deutsche Wirtschaft den BrExit-Schock im Juni dieses Jahres sehr gut und sehr schnell verdaut hat.

Zwar bleibt noch immer eine gewisse Unsicherheit wegen des britischen Anti-EU-Votums und auch die weltwirtschaftliche Lage könnte besser sein. Doch die deutschen Unternehmen trotzen diesen Problemen mehrheitlich.

Das zeigt auch, wie stark sehr viele deutsche Unternehmen aufgestellt sind.

Wenn es trotz einiger Unsicherheiten und eines hier und da stotternden Konjunktur-Motors trotzdem gelingt, gute Ergebnisse einzufahren und eine gewisse Planungssicherheit für die Zukunft zu haben (gute Auftragslage), dann sind die Konzerne, für die das gilt, sehr gut aufgestellt.

Und die Unternehmen, die in Deutschland besonders gut aufgestellt sind, sind sehr häufig Mittelständler.

Daher setze ich in meinem Börsendienst „Mittelstands-Depot“ auch ausschließlich auf diese. Denn sie bringen Ihnen nachweislich überdurchschnittliche Renditen – auch in schwierigen Börsen-Phasen.

26. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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