Gesco kündigt Aktiensplit an

Heute hat die mittelständische deutsche Beteiligungs-Gesellschaft Gesco angekündigt, einen Aktiensplit im Verhältnis von 1:3 (für 1 alte Aktie gibt es 3 neue Aktien) durchführen zu wollen.

Das bedeutet vereinfacht gesagt auch, dass sich der Kurs der Gesco-Aktie demnächst in etwa dritteln wird. Das ist allerdings kein Grund zur Sorge für Sie falls Sie Gesco-Aktionär sind.

Denn Sie erhalten – wie bereits beschrieben – im Gegenzug 3 neue Gesco-Aktien für 1 alte Aktie. Unter dem Strich passiert also nichts.

Durchgeführt wird der Aktiensplit am 22. Dezember dieses Jahres.

So funktioniert ein Aktiensplit

Bei einem Aktiensplit handelt es sich um eine Maßnahme, mit der Aktien optisch attraktiver werden sollen. Der häufigste Grund für einen Aktiensplit ist ein Kurs im 3- oder 4-stelligen Bereich.

Kostet eine Aktie 100 oder gar 1.000 €, dann erscheint sie rein optisch sehr teuer. Das schreckt mögliche Investoren ab.

Dieses Problem löst ein Aktiensplit: Die Zahl der Aktien wird vervielfacht (im Fall von Gesco verdreifacht), das Grundkapital bleibt jedoch gleich.

Dadurch reduziert sich der Kurs pro Aktie. Die Aktien wirken danach günstiger – und somit attraktiver. Durch diesen Mechanismus fließt dem Unternehmen jedoch kein „frisches“ Geld zu.

Für Sie als Anleger hat ein Aktiensplit im ersten Schritt keine große Bedeutung. Wenn ein Unternehmen z. B. – wie bei Gesco – einen Aktiensplit von 1:3 vornimmt, wird jede alte Aktie gegen 3 neue „umgetauscht“.

Durch diese Vorgehensweise verdreifacht sich der Aktienbestand und der Aktienkurs drittelt sich. Der Gesamtwert Ihrer Aktien-Position ändert sich also nicht.

Bei der Durchführung eines Aktiensplits werden die bisherigen Aktien eingezogen und durch Aktien mit einem niedrigeren Nennwert ersetzt.

Für Sie auch wichtig: Die Wertpapierkennnummer (WKN) und die International Securities Identificiation Number (ISIN) bleiben gleich.

Das sagt das Unternehmen Gesco zum anstehenden Aktiensplit

Seitens des Unternehmens heißt es, dass insbesondere Privat-Anleger vermehrt den Wunsch geäußert hätten, die Aktie in Form eines Aktiensplits „leichter“ zu machen.

Nach dem Split verteilt sich der Börsenwert auf eine höhere Aktienzahl, so dass der Börsenkurs je Aktie in Euro rechnerisch sinkt.

Gesco-Chef Dr. Eric Bernhard ließ sich in einer entsprechenden Mitteilung seines Unternehmens wie folgt zitieren:

„Die Maßnahme soll den Handel in der Gesco-Aktie erleichtern, die Aktie attraktiver machen und die Liquidität am Kapitalmarkt erhöhen.“

Aktiensplits können den Kursverlauf positiv beeinflussen

Generell kann ein Aktiensplit eine positive Kursentwicklung einer Aktie fördern – tut dies  aber nicht zwangsläufig.

Daher sollten Sie nicht davon ausgehen, dass die Kursentwicklung durch einen solchen Schritt automatisch begünstigt wird. Die Ankündigung eines Aktiensplits ist isoliert betrachtet noch kein Kaufgrund.

Zwar können Sie i. d. R. davon ausgehen, dass ein Aktiensplit neue Investoren anspricht.

Dennoch sollten Sie vor einem Kauf unbedingt die Gesamtlage des Konzerns analysieren und dessen Perspektive in die Bewertung mit einbeziehen. Der Aktiensplit ist dann nur ein zusätzlicher Pluspunkt.

15. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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