Geständnis: Facebook zerstört die Gesellschaft

Von sozialen Netzwerken gehen enorme Gefahren aus. Doch Facebook, Instagram & Co. können diese auch selbst bekämpfen. (Foto: Alexey Boldin / Shutterstock.com)

Zuletzt haben wir Ihnen aufgezeigt, wie die sozialen Netzwerke unser Leben bestimmt und welche Gefahren von ihnen ausgehen. Vor allem für Ihre Kinder.

Social Media programmiert seine Nutzer nicht nur, sondern macht unglücklich, versetzt Teenager in Angst und sorgt für gesundheitsschädlichen Schlafmangel. Aber das ist noch nicht alles.

Unzufriedenheit wegen Körperkult

Soziale Medien können aufgrund des dort praktizierten Körperkults schnell zu einer Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führen.

So gaben bei einer Studie 90 Prozent der befragten Mädchen an, unglücklich mit ihrem Äußeren zu sein. 70 Prozent wünschten sich sogar einen chirurgischen Eingriff  zu kosmetischen Zwecken.

Ich sage Ihnen: Der Internet-Körperkult wirkt wie Gift auf das jugendliche Selbstbewusstsein.

Cyber Mobbing und seine Gefahren

Eine andere Gefahr, die in sozialen Medien und im Internet allgemein lauert, ist das Cyber Mobbing. 70 Prozent der Teenager gaben bei einer Befragung an, dass sie schon einmal digitales Mobbing erlebt hätten. Fast 40 Prozent nahmen dieses Erlebnis als hohe Belastung wahr.

Dies führte nicht nur zu einer Beeinflussung ihrer schulischen Leistungen, sondern auch zu Depressionen, Angstzuständen, Einsamkeit und sogar zu Selbstverletzungen.

Forscher stellten fest, dass Facebook die mobbingaffinste Plattform ist. Dort werden Jugendliche doppelt so häufig gemobbt, wie auf anderen Netzwerken.

Die allgegenwärtige Angst das Beste zu verpassen

Soziale Netzwerke können ferner die sogenannte Fear of Missing Out, die Angst das Beste zu verpassen, auslösen. Gemeint ist damit ein permanenter Angstzustand, das beste Konzert, die tollste Party, den schönsten Ort zum Chillen zu verpassen.

Diese Angst führt zu Lustlosigkeit und einer generellen Abnahme der Lebenszufriedenheit.

Digitale Gefahrenstempel für soziale Netzwerke

Sie sehen also, wie negativ sich – der Studie der britischen Forscher der Royal Society for Public Health  nach – soziale Medien besonders auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auswirken.

Normalerweise sollten Facebook, Instagram, Snapchat, Twitter, You Tube und Co. mit einem digitalen Gefahrenstempel versehen werden.

Enorme Auswirkungen auf die Psyche

Die Forscher kommen ferner zu dem Ergebnis, dass Instagram das ungesündeste soziale Netzwerk ist. Danach folgen Snapchat, Facebook und Twitter.

Studienleiterin Shirley Cramer meint sogar: „Soziale Medien sind größere Suchtmittel als Zigaretten und Alkohol. Deshalb dürfen wir ihre Auswirkungen auf die Psyche nicht mehr länger ignorieren!“

So könnten die sozialen Netzwerke ihre eigenen Gefahren bekämpfen

Doch mit diesen negativen Auswirkungen der sozialen Medien auf Ihren Nachwuchs wollen wir hier nicht enden. Vielmehr führen wir Ihnen nachfolgend noch drei Beispiele auf, wie Facebook & Co. ihren Einfluss auf die Psyche verbessern sollte:

  1. Ein Plugin könnt die Verweildauer messen und mit einem Pop-Up-Fenster-Hinweis bekanntmachen, wie lange man sich in einem sozialen Medium befindet.
  2. Ferner könnte der Körperkult mit der Einführung eines Signals bekämpft werden, das darauf hinweist, dass gewisse Bilder im Fotoshop manipuliert wurden. Und somit keinesfalls der Wirklichkeit entsprechen.
  3. Social Media und seine Auswirkungen könnten in der Schule thematisiert werden, um eine kritische Haltung zu vermitteln.
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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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