Gestern Suchmaschine, heute Lebensbestandteil, morgen wertvollstes Unternehmen?

Seit Jahresbeginn hat der US-Leitindex Dow Jones rund 8% an Wert verloren.

Vor allem der Ölpreis-Verfall, China-Sorgen und der starke Dollar sorgten im Januar für eine äußerst schlechte Stimmung an den Börsen.

Von der konnte sich auch die Alphabet-Aktie nicht ganz lösen – doch immerhin fällt ihr Minus mit knapp 5% deutlich geringer aus.

Ölpreis-Verfall und China-Sorgen: Kein Problem für Apple

Und setzt sich der Trend der vergangenen Wochen fort, wird Alphabet, Mutterkonzern von Google, den Konkurrenten Apple bald als wertvollstes Unternehmen der Welt ablösen.

Jedenfalls haben sich die Börsenwerte der beiden Giganten zuletzt merklich angenähert.

Aktuell steht Apple bei einem Börsenwert von rund 518 Mrd. Dollar – Alphabet bringt es derweil auf eine Marktkapitalisierung von rund 481 Mrd. Dollar.

Nicht nur der Börsentrend, sondern auch handfeste Gründe sprechen dafür, dass Alphabet bald zur Nummer eins aufsteigt.

Während iPhone-Hersteller Apple verzweifelt versucht, neben dem Smartphone noch weitere Gewinntreiber zu etablieren, hat Alphabet diese breitere Aufstellung schon längst geschafft.

40.000 Suchanfragen pro Sekunde

Pro Sekunde stellen Menschen weltweit 40.000 Suchanfragen an Google – damit ist Google nicht nur gänzlich unangefochten die führende Suchmaschine der Welt, sondern auch alltäglicher Lebensbestandteil vieler Menschen.

Doch der Konzern aus Kalifornien macht sich auch noch in vielen anderen Lebensbereichen breit.

Verily und Calico heißen zwei Unternehmen, die zur Konzernfamilie gehören. Verily erfand zum Beispiel die Kontaktlinse, die bei Diabetes-Patienten den Blutzucker misst. Das Biotechnologie-Unternehmen Calico soll v. a. das Altern erforschen.

Noch ein Beispiel: Die eigenständige Alphabet-Tochter Google X entwickelt als selbst-ernanntes Innovations-Labor selbstfahrende Autos, Drohnen sowie Ballons – mit diesen will Google X auch die entlegensten Gebiete der Welt mit einer Internetverbindung versorgen.

Quartalszahlen am Montag

Angesichts dieser futuristisch anmutenden Projekte erwarten Experten, dass es den Kaliforniern schon bald gelingt, weitere Gewinntreiber marktreif zu machen.

Neben der Suchmaschine und den entsprechenden Werbeeinnahmen ist dies Alphabet zum Beispiel auch mit dem Smartphone-Betriebssystem Android gelungen.

Vier von fünf Smartphone weltweit sind mittlerweile mit Android ausgerüstet.

Seit 2008 brachte es Alphabet einen Umsatz von 31 Mrd. Dollar und einen beispiellosen Gewinn in Höhe von 22 Mrd. Dollar ein – und das bei deutlich zunehmender Tendenz.

Sie sehen: Alphabet versteht es, sich Stück für Stück breiter aufzustellen. Die Suchmaschine Google ist aus unserem Leben bereits nicht mehr wegzudenken – auch in weiteren Bereichen wird sich Alphabet unverzichtbar machen.

Wie sich das heute bereits finanziell für den Riesenkonzern bezahlt macht, erfahren Sie am Montag; Dann legt Alphabet seine aktuellen Quartalszahlen vor.

30. Januar 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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