Gewinnsprung bei den Goldminen

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Immer mehr Analysten erwarten bei den Goldminen einen Gewinnsprung für das 3. Quartal 2019. Sehr optimistisch sind hier die Experten von BMO Capital. (Foto: TTstudio / shutterstock.com)

Jetzt wird es ernst bei den Goldminen mit den Bilanzdaten. Die Erwartungen sind wirklich sehr hoch. Das zeigt eine detaillierte Analyse der Rohstoff-Experten von BMO Capital aus Kanada. Nach deren Ansicht ist für das 3. Quartal 2019 mit einem wahren Gewinnsprung zu rechnen.

Dabei liegt der Grund dafür auf der Hand: Der Goldpreis ist allein im Sommer um rund 20% gestiegen – ähnlich kräftig ging es in der Spitze auch beim Silber nach oben – auch wenn hier der Schwung zuletzt wieder etwas nachgelassen hat.

Aber beim Gewinn der Unternehmen rechnen die Experten nun wirklich mit massiven Anstiegen. So liegt die erwartete Gewinnsteigerung für die von BMO Capital beobachteten Goldfirmen bei immerhin 110%. Für die Royalty- und Streamingfirmen liegt die erwartete Gewinnsteigerung immerhin noch bei knapp 65%. Diese hohen Gewinnsteigerungen dürften sich nach Ansicht der Analysten bis zum Jahresende sogar noch weiter fortsetzen.

Gewinnhebel bei Goldfirmen wirkt aktuell

Wie so oft wirkt hier der Gewinnhebel bei den Minenfirmen. So lag der Durchschnittspreis im ersten Halbjahr 2019 in einem engen Bereich um 1.300 USD pro Feinunze. Silber schaffte hier einen Wert von nur etwas mehr als 15 USD pro Feinunze. Doch dann starteten die Edelmetallpreise durch und im 3.Quartal ist es beim Gold um 12% und beim Silber sogar um 14% nach oben gegangen.

Da die Minen aber durch die lange Zeit mit niedrigen Edelmetallpreisen ihre Kosten im Griff haben, sind auch jetzt die Kosten wohl kaum angestiegen. Das heißt für die Minen: Der höhere Preis treibt die Gewinne an und auch den Cash-Flow. Diese Kennziffer ist bei der Bewertung von Minen fast noch wichtiger. Hier können Anleger direkt sehen, was die Unternehmen wirklich an Überschuss erwirtschaften. Beim Nettogewinn wird das oft durch hohe Abschreibungen verwässert.

BMO Capital erwartet einen kräftigen Anstieg beim Cash Flow allein im Vergleich zum 2. Quartal von 74%. Das wäre ein massiver Schub, der Ihnen auch zeigt, was bei guten Bedingungen in dieser Branche möglich ist.

Wichtig wird aber auch der Ausblick der Unternehmen sein. Hier stehen nach Ansicht von BMO Capital vor allem die Aussage des Managements im Fokus. Oft in der Vergangenheit haben die Manager der Goldminen in guten Marktphasen auch die Kostendisziplin schleifen lassen. Und genau diesen Fehlern sollten sie jetzt nichtmehr machen – denn so könnten die Margen weiter hoch bleiben.

Schon in der kommenden Woche werde ich Sie über einige Ergebnisse von Goldfirmen näher informieren, denn die heiße Phase geht eben gerade jetzt auch im Goldsektor los.

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Heiko Böhmer
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