GFT-Aktie stürzt nach Umsatz- und Gewinn-Warnung ab

Viele börsennotierte deutsche Mittelständler haben sich in den zurückliegenden Monaten operativ gut bis sehr gut entwickelt.

Und demzufolge legten auch die Aktien vieler Mittelständler in der jüngeren Vergangenheit teils deutlich zu.

Negativ-Beisiel GFT

Es gibt jedoch auch Negativ-Beispiele. Dazu zählt der IT-Dienstleiser GFT.

Da das Unternehmen operativ einige Probleme hat, entwickelte sich auch die GFT-Aktie in den vergangenen Monaten weniger erfreulich.

Und heute kam es dann knüppeldick für GFT-Aktionäre:

Nach einer Umsatz- und Gewinn-Warnung rutschte die Aktie des auf die Banken-Branche spezialisierten IT-Dienstleisters 2-stellig ab.

Neue (niedrigere) Prognose im Überblick

GFT hat heute mitgeteilt, dass das Unternehmen die Umsatz- und Ergebnis-Prognose für das laufende Geschäftsjahr senkt.

Grund dafür ist eine deutliche Korrektur der für 2017 erwarteten Umsatz-Beiträge zweier Großkunden in Großbritannien und Nordamerika aufgrund von Kostensenkungs-Maßnahmen im Bereich Investment-Banking.

Im laufenden Geschäftsjahr wird GFT mit den beiden Großkunden im Investment-Banking rund 37 Mio. € weniger Umsatz machen als ursprünglich geplant.

„Obwohl die Umsätze mit allen anderen Kunden im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um insgesamt 13% wachsen werden, können die ausbleibenden Umsätze mit den beiden Großkunden nicht ausgeglichen werden“, teilte GFT mit.

Die neue Umsatz-Prognose für das laufende Jahr liegt nun bei 425 Mio. €. Zuvor lag der Zielwert bei 450 Mio. €.

Das Ergebnis wird nicht nur durch die ausbleibenden Umsätze belastet, sondern auch durch höhere Sozial-Abgaben in Brasilien und 1-malige Sondereffekte aus Restrukturierungs-Maßnahmen und Währungs-Schwankungen.

Daher plant GFT nun für das aktuelle Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 42 Mio. €.

Zuvor war ein EBITDA von 48,5 Mio. € erwartet worden. Der Planwert beim Vorsteuergewinn (EBT) wird jetzt mit 26 Mio. € beziffert (nach zuvor 35 Mio. €).

In der gekürzten Prognose beim Vorsteuer-Gewinn ist auch eine Neubewertung immaterieller Vermögens-Gegenstände erhalten, die mit 2 Mio. € negativ zu Buche schlägt.

Mittelfristige Ziele verschieben sich nach hinten

Auch die mittelfristigen Ziele des Unternehmens werden von den jüngsten Entwicklungen berührt.

So werden die mittelfristigen Ziele eines Umsatzes von 800 Mio. € und einer EBITDA-Gewinnmarge von 12% um 2 Jahre nach hinten verschoben.

Der Grund dafür ist, dass das GFT-Management davon ausgeht, dass sich die Kostensenkungs-Maßnahmen bei den beiden Großkunden bis 2018 fortsetzen können.

Ursprünglich wollte GFT die genannten Werte bereits im Jahr 2020 erreichen. Jetzt geht der Konzern davon aus diese Werte erst 2022 erreichen zu können.

Die GFT-Aktie gab daraufhin im heutigen Handel in der Spitze um satte 16% nach.

Zwar halte ich das Geschäftsmodell von GFT für gut, doch die alten Höchststände der GFT-Aktie von über 31 € im Dezember 2015 rücken nach der aktuellen Umsatz- und Gewinn-Warnung in weite Ferne.

Für mutige Anleger könnte sich die aktuelle Schwäche jedoch im als günstige Einstiegsgelegenheit erweisen.


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10. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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