Gigantische Wette auf Verdreifachung des Goldes

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Was es mit dieser gigantischen Wette auf eine Verdreifachung des Goldes auf sich hat, lässt Sie Börsen-Experte Michael Berkholz hier wissen: (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Darauf haben laut der Nachrichten-Agentur Bloomberg Spekulanten einige Optionen gekauft.

Dabei sollen die Kontrakte bei einem Basis-Preis von sage und schreibe 3.000 US-Dollar insgesamt 1,5 Mio. Feinunzen entsprechen.

Derzeit kostet diese Menge Gold etwa 2 Mrd. US-Dollar. Es ist also eine ordentliche Hausnummer, die hier gewettet wird.

Denn sollte der Preis nicht über 3.000 US-Dollar steigen, verfallen die Kontrakte.

Um das Ziel zu erreichen, haben die unbekannten Anleger 14 Monate Zeit, dann verfallen die Optionen.

Interessant ist auf jeden Fall, wer solch eine – aus heutiger Sicht – irre Wette eingeht und auch, wer dagegenhalten kann.

Denn eine solche Wette will gut abgesichert sein, sollte es tatsächlich zu einer Verdreifachung im Gold kommen.

Wetten nicht nur auf 3.000 US-Dollar

Neben dem Basis-Preis von 3.000 US-Dollar wurden auch Kontrakte mit den Basis-Preisen von 2.000 und 2.600 US-Dollar gekauft.

Letztere wurden zwar mit deutlich weniger Volumen gekauft, aber auch hier waren Optimisten am Werk – oder Pessimisten, je nachdem, wie Sie es sehen wollen.

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Denn steigt Gold von aktuell knapp 1.300 US-Dollar innerhalb des nächsten Jahres auf das Doppelte oder sogar Dreifache, dann wird sich die Welt entsprechend verändert haben.

Erreichen wir die 3.000 US-Dollar im Gold, sollte es einen Krieg mit Nordkorea geben – oder wenigstens zahlreiche Banken-Pleiten – und eine neue Finanzkrise.

Und diese sollte dann auch die letzte in den Schatten stellen, weil die Dimensionen des Crashs viel größer sind als noch vor 10 Jahren.

Kontrakte gegen die großen Hedgefonds

Interessanterweise haben die größten Fonds und andere wichtige Akteure am Markt die Investitionen auf einen Anstieg des Goldpreises in der vergangenen Woche reduziert.

Sie sind zwar weiterhin bullisch, aber etwas zurückhaltender. Und genau hier kommt ein unbekanntes Konsortium und schlägt zu.

Als Randnotiz sei aber auch erwähnt, dass aus der Nachrichten-Meldung nicht hervorgeht, ob die Optionen europäisch sind oder vor Ablauf verkauft werden können.

Dann wäre das alles schon nicht mehr so extrem, wenn die Spekulanten den Großteil der Kontrakte mit Gewinn bei einem Goldpreis von beispielsweise $1.500 schließen würden.

2 Sätze zum DAX

Die 13.000 Punkte schauen wir uns weiterhin von unten an, das Tages-Tief lag sogar bei 12.909.

Wie gestern angedeutet, kann der Abstand noch auf über 100 Punkte runtergehen, bevor wir die schwierige Marke knacken.


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.