Globale Minenelite hat das Tal der Tränen endlich durchschritten

2015 war tatsächlich ein historisches Rohstoffjahr. Quer durch alle Sektoren ging es im vergangenen Jahr nach unten.

Doch welche Firmen haben sich dennoch als die wahren Rohstoffgiganten erwiesen?

Hierauf bietet die aktuelle Analyse Mine 2016 der Experten von PwC viele Antworten.

Die umfangreiche Marktanalyse listet nicht nur die 40 größten Minenwerte der Welt auf.

Die Analyse liefert auch detaillierte Angaben zur Entwicklung der Marktkapitalisierung.

Und somit lässt sich auch  schnell erkennen, welche Firmen 2015 besonders stark unter Druck standen und welche Firmen auch stark an Wert zugelegt haben.

Die Analyse zeigt klar, welch massive Krise die Branche im vergangenen Jahr durchlebt hat: So ist die Marktkapitalisierung der Top 40 Minenkonzerne weltweit 2015 um 37% abgesackt.

Dieser Absturz fiel deutlich größer aus, als die Rohstoffpreise. Laut PwC war die Verunsicherung der Investoren sehr groß, denn die massiven Investitionen der Minenfirmen brachten nicht den erwünschten Erfolg.

Die Krise der Minenbranche zeigt sich sehr stark an der Entwicklung der Marktkapitalisierung. Hier war ganz klar das Jahr 2010 bislang der Höhepunkt im Rohstoff-Zyklus.

So brachten es die Top 40 Minenkonzerne in dem Jahr auf eine Marktkapitalisierung in der Spitze von 1.600 Mrd. Dollar. Im vergangenen Jahr lag der Vergleichswert nur noch bei 450 Mrd. Dollar.

Marktanalyse von PwC zeigt die große Schwäche der Branche für 2015

Wie schnell sich die Marktlage jedoch verbessert hat, zeigt der Blick auf die Entwicklung im 1. Quartal 2016. Der gesamte Sektor schaffte hier schon wieder den Sprung über die Marke von 600 Mrd. Dollar.

Sie sehen hier ganz deutlich, wie schnell und wie heftig die Marktbewegungen bei den Minenkonzern ausfallen können.

Dabei bleibt der China-Faktor für den Rohstoffmarkt von ganz entscheidender Bedeutung. Das zeigt auch ein Blick auf die Liste der Top 40 Minen-Konzerne.

Mittlerweile kommen 12 dieser von PwC ermittelten Unternehmen aus China. Das Land steht immer noch für ungefähr 40 % der weltweiten Kupfer-Nachfrage und beim Eisenerz liegt die Nachfrage aus China sogar bei 70 %.

Auch wenn das Wachstum in China auf 6 % runtergehen sollte, wie beispielsweise auch von PwC prognostiziert wird die Wirtschafts-Leistung immer noch massiv ansteigen und das wird auch auf Sicht der kommenden 5 Jahre ein kritischer Erfolgsfaktor für den Rohstoffmarkt bleiben.

Ich bin mir sicher, wir haben 2015 die größte Krise der vergangenen Jahre bei der Rohstoffunternehmen gesehen. Von jetzt an geht‘s bergauf – und wie schnell es gehen kann, hat uns das 1. Quartal 2016 schon klar gezeigt.

16. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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