„Globale Rezession“ kann bald kommen

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Der Citigroup-Chefökonom sieht die Gefahr für eine Globale Rezession gegeben. Lesen Sie hier, was dahinter steckt. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Die globalen Krisensignale nehmen weiter zu. So wächst derzeit sogar die Gefahr einer globalen Rezession.

Dies sieht zumindest der Chef-Ökonom der amerikanischen Großbank Citigroup so. Seiner Meinung nach ist die Gefahr derzeit groß, dass wir weltweit eine Rezession erleben könnten.

Sie wie ich hier an dieser Stelle schon mehrfach erwähnt habe, ist China der maßgebliche Faktor.

Ebendies sieht Willem Buter genauso: Seiner Einschätzung nach ist es gut möglich, dass China aktuell nicht mehr um die offiziell gemeldeten 7% pro Jahr wächst.

Er hält es für wahrscheinlicher, dass die Wachstumsrate tatsächlich deutlich niedriger liegt. Einige Quellen gehen sogar davon aus, dass China nur um 4% wachsen wird.

Herangehensweise entscheidend

Wenn dem tatsächlich so sein sollte, wächst auf jeden Fall die Gefahr für ein globales Konjunktur-Abrutschen. Laut Buter kann es sogar zu einer globalen Rezession kommen.

Entscheidend ist hier allerdings die Definition von Rezession, die Buter hier anwendet: Er spricht hier von Wachstums-Rezession.

Dahinter steht der Gedanke, dass selbst bei einer wachsenden Wirtschaftsleistung ein Land in die Krise kommen kann.

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China wächst viel schwächer als offiziell gemeldet – das birgt große Risiken

Bei dieser Definition etwa verhält es sich folgendermaßen: Wenn die Wirtschaftsleistung geringer ausfällt als beispielsweise das Wachstum der Arbeitslosigkeit, befindet sich ein Land in einer Wachstums-Rezession.

Konkret heißt das:

Wenn sich pro Jahr die Wirtschaftsleistung um 2% ausweitet, aber die Bevölkerung z. B. um 5% wächst, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigt und die Veränderung bei der Wirtschaftsleistung pro Kopf ins Negative rutscht.

Aktuell erwartet etwa die Citigroup für das kommende Jahr noch ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9%. Als Basis dienen hierbei aber die offiziellen Daten – auch die aus China.

Wenn die Experten jedoch die wahren Daten aus China als Basis heranziehen, würde sich das globale Wirtschaftswachstum auf nur noch 2,6% abkühlen.

China bleibt auch für mich der entscheidende Faktor für die weitere Entwicklung; Mir zeigen die zuletzt stark gesunkenen Preise für die Industrie-Metalle, dass dort die Konjunktur schwach läuft.

Immerhin 40% des globalen Kupfer-Verbrauchs spielt sich in China ab. Wenn die Preise auf einem niedrigen Niveau bleiben, ist das ein klares Signal für eine wirtschaftliche Schwäche.

Das ist zu tun

Daher ist es auch weiterhin für Sie angesagt, Ihr Vermögen aktiv vor dem kommenden Absturz der Finanzmärkte zu sichern. Wie das geht, erfahren Sie regelmäßig an dieser Stelle.


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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.