Gold 2020: Die Ampeln stehen weiter auf grün

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Eine aktuelle Prognose zum Goldmarkt von Credit Suisse ist weiter optimistisch. Doch die Zeit der massiven Preiszuwächse ist wohl erst einmal vorbei. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Das Jahr ist noch jung – da ist es besonders spannend auf die aktuellen Prognosen zu schauen. Speziell für Gold sind sehr viele verschiedene Prognosen verfügbar. Heute möchte ich Ihnen den Edelmetall-Ausblick 2020 von Credit Suisse vorstellen. Die Experten schauen dabei nicht nur auf Gold sondern auch auf die aussichtsreichsten Aktien.

Zunächst einmal lässt die Preisprognose beim Gold klar erkennen, dass ein eher moderates Jahr vor uns liegt. So liegt die Schätzung für den Durchschnittspreis beim Gold für 2020 bei 1.540 USD. Das liegt sogar etwas unterhalb des aktuellen Niveaus. Dabei ist Credit Suisse für das erste Halbjahr mit einem Durchschnittspreis von 1.560 USD pro Unze noch deutlich optimistischer. Im zweiten Halbjahr soll dann der Durchschnittspreis auf nur noch 1.525 USD pro Unze absinken.

Positiv für Gold sind auch die weiterhin niedrigen Zinsen. Stellen Sie doch vor: Derzeit notieren Anleihen im Wert von mehr als 10 Billionen USD im negativen Bereich. Das ist eine bedrohliche Entwicklung. Und so etwas zieht auch Aufmerksamkeit auf den Goldmarkt, denn Gold wird nun einmal als sicheres Investment angesehen.

Notenbanken bleiben wichtiger Faktor für den Goldmarkt

Und dann kommen noch die Notenbanken mit den massiven Goldkäufen ins Spiel. Dieser Faktor hat ebenfalls das Potenzial den Goldpreis 2020 zu stützen. Davon sind die Credit Suisse-Experten überzeugt. Auch hier haben die Experten spannende Zahlen: Wenn die Notenbanken weltweit ihre Reserven um 20% aufstocken entspräche das einer Nachfrage von rund 22 Tonnen Gold. Und diese Menge entspricht der Nachfrage von 5 Jahren auf Basis der Zahlen von 2018.

Aber welche Aktien haben in einem solchen Marktumfeld das größte Potenzial? Auch darauf haben die Credit Suisse Experten eine Antwort. So halten sie Goldaktien 2020 für besonders aussichtsreich, die auf dem aktuellen Preisniveau einen ordentlichen freien Cash-Flow generieren.

Die gute Preisentwicklung 2019 hat bei den Investoren die Hoffnung auf weiterhin hohe Erträge geweckt. Wenn also Unternehmen im vergangenen Jahr mit einem hohen freien Cash-Flow punkten konnten, so erwarten das die Experten auch in diesem Jahr erneut.

Die Bereiche Übernahmen und Fusionen werden auch 2020 weiterhin wichtig bleiben – laut Credit Suisse-Einschätzung. Das mag auch an den bislang eher enttäuschenden Ergebnissen der jüngsten Mega-Fusionen liegen. Ein Beispiel ist hier die doch eher schwache Kursentwicklung bei Newmont-Goldcorp nach der Fusion.

Für Credit Suisse steht daher fest: „Auf dem aktuellen Preisniveau beim Gold liegt der Fokus klar auf einer starken Kostenkontrolle, ansteigenden Margen und guten Cash-Flow-Daten, um die Ansprüche der schon bestehenden Aktionäre abzudecken und so auch neue Investoren anzulocken.“ Welche konkreten Aktien die Experten für besonders aussichtsreich halten, werde ich Ihnen noch in einer weiteren Ausgabe vorstellen.

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Heiko Böhmer
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