Gold 2020: Die Aussichten bleiben gut

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Nach den Zuwächsen 2019 sieht es beim Gold weiterhin gut aus. Lesen Sie hier die Gründe. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Die Börsen liefen gut 2019 und auch beim Gold ging es in diesem Jahr deutlich nach oben. So erreichte der Goldpreis mit 1.560 USD pro Unze im September den höchsten Stand seit Frühjahr 2013. Allein zwischen Ende Mai und Anfang September legte der Goldpreis um mehr als 20% zu.

In dieser Phase erreichte der Goldpreis auch in vielen Währungen einen neuen Rekord – so auch in Euro. Hier kletterte der Goldpreis erstmals auf mehr als 1.400 Euro und erreichte in der Spitze kurzzeitig sogar 1.410 Euro.

Und auch wenn zuletzt der Preis wieder etwas unter Druck stand: Mit einem Jahresanstieg von knapp 15% hat Gold in Dollar gerechnet das beste Jahr seit 2010 gehabt. Auf Euro-Basis kletterte der Goldpreis sogar um 18%.

Doch wie geht es jetzt im neuen Jahr weiter? Die Vorzeichen bleiben positiv beim Gold – ist da meine klare Einschätzung. So werden die Notenbanken die Märkte weiter mit Liquidität stützen – das wird Gold stützen. Und es ist sogar gut möglich, dass die mächtige US-Notenbank im 2. Halbjahr noch einmal die Zinsen senkt.

In der EU ist die neue EZB-Chefin Christine Lagarde gerade dabei die Anleihenkäufe wieder aufzustocken. Es geht immer noch darum, dass Inflationsziel von 2% für die Euro-Zone zu erreichen. All das sind Zeichen für eine weiterhin expansive Geldpolitik, die den Goldpreis weiter stützen sollte.

Bei den Nullzinsen bleibt Gold attraktiv – auch 2020

Die Experten der Commerzbank haben in den vergangenen Monaten passend dazu einen engen Zusammenhang zwischen der Goldpreisentwicklung und dem Volumen von Anleihen mit einer negativen Rendite festgestellt. Stellen Sie sich vor: In der Spitze notierten im Jahresverlauf Anleihen in einem Volumen von 17 Billionen USD unter der Marke von 0% – also im negativen Bereich. Und das Hoch in diesem Bereich fiel zeitlich mit dem Hoch im Goldsektor zusammen.

Dazu erklären die Commerzbank-Experten in ihrem Ausblick Gold 2020: „Der einstige Nachteil von Gold, eine zinslose Anlage zu sein, ist bei Null bzw. Negativzinsen außer Kraft gesetzt. Besser könnte man heute sagen: Gold „kostet“ keine Zinsen.“

Den weltweiten Goldbestand schätze der Branchenverband World Gold Council (WGC) auf 8 Billionen USD. Das ist nur ein sehr geringer Teil der überhaupt angelegten Gelder. Insofern ist Gold trotz der zuletzt gezeigten guten Performance immer noch ein Investment für eine Minderheit.

Es bleibt aber weiterhin möglich, dass die große Mehrheit auf Gold aufmerksam wird. Dann ist mittel- bis langfristig mit deutlich steigenden Preisen zu rechnen. Wie aber einige Experten die Chancen beim Gold für 2020 einschätzen, werde ich Ihnen in der kommenden Woche noch näher vorstellen.

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Heiko Böhmer
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