Gold 2020: So geht es weiter

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US-Präsident Donald Trump steht im Fokus vieler Finanzmärkte. Auch beim Goldpreis nimmt er eine wichtige Rolle ein. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Die Entwicklung des Goldpreises ist immer auch ein gutes Krisenbarometer. Und schon 2019 war ein Jahr, in dem viele politische Unsicherheitsfaktoren gewirkt haben. So wie es derzeit aussieht, werden sich diese Faktoren auch 2020 fortsetzen. Daher stehen die Chancen gut, dass es beim Goldpreis im nächsten Jahr auch weiter mindestens stabil bleibt, wenn nicht sogar noch einmal klar nach oben geht.

Doch wie Sie sicherlich wissen, hängt der Goldpreis an vielen verschiedenen Faktoren. Die Politik ist aber nur ein kleiner Teil. Da lohnt es sich genauer hinzuschauen, in welchen Bereichen der Goldpreis noch beeinflusst wird und was ihn weiter antreiben könnte. In der vorherigen Ausgabe zu den Goldperspektiven habe ich die Rolle der Notenbanken schon genauer vorgestellt. Wichtig ist aber auch die Entwicklung der Nachfrage in großen Absatzmärkten. Hier sind natürlich die großen asiatischen Länder Indien und China von großer Bedeutung. So erwarten hier etliche Experten zumindest eine Stabilisierung wenn nicht sogar deutlich Steigerungen bei der Nachfrage.

Spannend ist auch immer die Entwicklung des Dollarkurses. Nach einer sehr starken Entwicklung 2019 ist es sehr gut möglich, dass 2020 seine Abschwächung bei der amerikanischen Leitwährung kommt. So weisen auch die Experten der Commerzbank in ihrer aktuellen Goldprognose auf diesen Aspekt hin: „Die US-Währung ist fundamental überbewertet und dürfte nach Ansicht unserer Währungsstrategen im nächsten Jahr abwerten. USD-unterstützende Faktoren wie der US-chinesische Handelskonflikt dürften nächstes Jahr abebben. US-Präsident Trump dürfte nämlich kaum daran gelegen sein, dass eine weitere Eskalation im Handelsstreit die US-Wirtschaft beeinträchtigt und seine Wiederwahl gefährdet.“

US-Präsident Trump will niedrigere Zinsen

Und dann nimmt US-Präsident Donald Trump auch noch aktiv Einfluss auf die Währungspolitik der US Notenbank. Er hat zuletzt schon den Druck erhöht, das doch Notenbankchef Powell die Zinsen stärker senken soll. Nun wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen, ob es wirklich zu weiteren Zinssenkungen in den USA kommt. Doch das ist durchaus möglich und dürfte dann auch in der Folge den Dollarkurs etwas schwächen.

Dieser Mix spricht auf jeden Fall für einen weiteren Anstieg beim Goldpreis. Zusätzlich sollten die Notenbanken weiterhin als Käufer am Markt auftauchen. Auch das dürfte den Goldpreis auf Sicht der nächsten Monate stützen. Doch was ist jetzt wirklich möglich beim Gold? Laut aktueller Commerzbank Prognose ist ein Anstieg auf 1.550 USD je Feinunze bis Ende 2020 möglich. Dabei wird wohl der Preisanstieg hauptsächlich in der zweiten Hälfte stattfinden.

Bezogen auf die Entwicklung in diesem Jahr wird aber auch deutlich, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen beim Gold. Denn 2019 notierte der Goldpreis sogar in der Spitze schon höher als diese Marke. Insofern ist ein vorsichtiger Optimismus beim Goldpreis im Moment angesagt.

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Heiko Böhmer
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