Gold als Krisenschutz: Teil 2 der Serie

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Gold als Krisenschutz: Lernen Sie im zweiten Teil der Serie 2 Möglichkeiten kennen, wie Sie in das Edelmetall investieren können. (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Die politische Patt-Situation in Italien hat sich jetzt doch noch aufgelöst. Auch ohne Neuwahlen steht wieder eine Regierung. Wobei die Lebenserwartung dieser Regierung gering sein dürfte. Außer dem Willen zur Macht eint die beiden Wahlgewinner wenig. Und da beide Seiten sich als wahre Nr. 1 im Land betrachten, ist ein Machtkampf innerhalb der Koalition vorprogrammiert.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs gab es in Italien bereits über 60 unterschiedliche Regierungen. Im Durchschnitt hat eine Regierung gut ein Jahr gehalten. Es würde mich überraschen, wenn die jetzt amtierende Regierung den Schnitt nach oben drückt.

Aber dennoch: Auch in wenigen Wochen und Monaten kann diese Regierung an den Säulen der EU rütteln und die Gemeinschaftswährung Euro einer großen Belastungsprobe unterziehen. Warum ich dennoch nicht mit einem Euro-KO-Schlag durch Italien rechne, habe ich in der Vorwoche begründet:

Verlässt Italien das Euro-System, dürfte der Schuldenberg in Höhe von 2.300 Mrd. Euro (Tendenz stark steigend) relativ zeitnah einen Staatsbankrott auslösen. Das Bankensystem würde zusammenkrachen; die Geldvermögen der Italiener wären wertlos.

Die Entwicklung in Italien zeigt Ihnen wieder einmal, wie schnell Papierwährungen unter Druck geraten können (eine einzige Länder-Wahl reicht) und warum Sie einen kleinen Teil Ihres Geldes in den Krisenschutz Gold investieren sollten.

So investieren Sie in das Edelmetall Gold

Ich habe für Sie die wichtigsten Anlage-Möglichkeiten unter die Lupe genommen. Lesen Sie jetzt, wie Sie zukünftig von steigenden Goldpreisen profitieren können; und in diesem Fall noch wichtiger: einen wirksamen Krisenschutz aufbauen.

Welche Möglichkeiten haben Sie also, um in Gold zu investieren? Ich nenne Ihnen nun die unterschiedlichen Anlage-Möglichkeiten:

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Gold ist nicht so sicher wie Sie denkenLange Zeit war Gold eine attraktive Geldanlage. Aber die Risiken sind extrem groß – diese Fakten müssen Sie kennen. › mehr lesen

Möglichkeit Nummer 1: Sie investieren in physisches Gold

Anleger, die an der Entwicklung des Goldpreises teilhaben wollen, haben 3 Möglichkeiten. Als erstes stelle ich Ihnen die einfachste Variante vor: Sie können Barren oder Münzen kaufen. Wenn Sie Gold als eine Art Versicherung gegen Extrem-Ereignisse nutzen möchten, sollten Sie das Edelmetall physisch erwerben.

Münzen sind z. B. leicht ersetzbar und einfach zu erwerben, da sie u. a. in kleinen Einheiten zu haben sind. Um bei einem späteren Verkauf flexibel zu sein, sollten Sie bekannte Goldmünzen wie Krügerrand, American Eagle oder Maple Leaf nutzen, die überall auf der Welt begehrt sind. Für diese Münzen werden Sie immer und überall Käufer finden.

Bei Barren ist im Gegensatz zu Münzen der Preisaufschlag geringer, welcher beim Kauf erhoben wird. Das liegt an den geringeren Produktionskosten und an dem oft höheren Gewicht. Barren bieten sich für Anleger an, die größere Summen in Gold parken möchten.

Vereinfacht kann man sagen: Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs ist umso geringer, je schwerer die Münze oder der Barren ist. Allerdings gibt es auch einen Nachteil, wenn Sie in physisches Gold investieren: Sie müssen die Münzen oder Barren zu Hause aufbewahren (Diebstahl-Gefahr), oder sie bei einer Bank deponieren (Was passiert, wenn die Bank plötzlich schließt?).

Möglichkeit Nummer 2: Sie investieren in Aktien von Goldminen-Betreibern

Auch die Aktien von Minen-Betreibern folgen – in der Tendenz – dem Goldpreis. Die entsprechenden Aktienkurse schwanken jedoch meist deutlich stärker als der Goldpreis. Die Schwankungen hängen von vielen unternehmerischen und äußeren Faktoren ab. Minen-Aktien sind deswegen nur als spekulative Goldwette für erfahrene Aktionäre geeignet.

Wer eine zusätzliche Branche in sein Depot einbauen will, kann über Minenwerte nachdenken und damit die Risiko-Streuung erhöhen. Hinzu kommt: Minen haben einen prozentual deutlich größeren Hebel als die Metalle selbst. Steigt der Goldpreis, werden die entsprechenden Aktienkurse in der Regel stärker steigen. Sinkt der Goldpreis, werden die Aktienkurse überproportional fallen.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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