Gold bestes Investment 2016: Hier 2 spannende Gründe

Gold hat eine lange Durststrecke hinter sich. Während die Aktienmärkte in den vergangenen Jahren florierten und einen Rekord nach dem anderen einstellten, ging es für das gelb glänzende Edelmetall stetig abwärts.

Doch seit Jahresbeginn hat sich das Blatt gewendet. Die Aktienmärkte gerieten im Januar massiv unter Druck und haben sich seither auch nur mäßig erholen können. Der Dax notiert nach wie vor klar unterhalb der 10.000er-Linie und liegt damit rund 10 Prozent unterhalb des Wertes, mit dem er ins Jahr 2016 gestartet ist.

Demgegenüber hat der Goldpreis im gleichen Zeitraum kräftig zugelegt. Im Vergleich zu Dezember 2015 wird das Edelmetall inzwischen gut 17 Prozent teurer gehandelt – sowohl in Euro als auch in Dollar.

Dass dies der Beginn einer nachhaltigen Trendwende sein könnte, glauben inzwischen immer mehr Experten. Und sie liefern gute Argumente für ihre Thesen:

Pensionsfonds halten bislang minimale Goldbestände

Große Pensionsfonds spielen eine wesentliche Rolle an den globalen Finanzmärkten. Sie verfügen über großes Investitionsvolumen – und setzen bisher nur minimal auf Gold. Im Schnitt entfallen gerade einmal 0,3 Prozent ihres Portfolios auf Investments in Gold und Aktien von Goldminenbetreibern. Privatanlegern wird zur Absicherung ihres Portfolios in der Regel dazu geraten, zwischen 5 und 10 Prozent in Gold zu halten.

Die genannten 0,3 Prozent, die Pensionsfonds derzeit in Gold investiert haben, entsprechen geschätzten 106 Milliarden US-Dollar. Würden diese Fonds ihren Goldanteil im Portfolio nur minimal erhöhen – etwa angesichts der volatilen Aktienmärkte – würde dies die Nachfrage auf einen Schlag extrem steigern und am Goldmarkt massive Folgen haben.

Begrenzter Goldmarkt

Denn der Goldmarkt ist vergleichsweise klein. Das wird besonders deutlich im direkten Vergleich zur Marktkapitalisierung großer Konzerne: Allein Apple bringt es auf mehr als das dreifache Volumen dessen, was jährlich an Gold zur Verfügung steht.

Mehr noch: Der Goldmarkt schrumpft sogar, weil auch immer mehr Notenbanken Gold horten – und insbesondere chinesische Investoren vermehrt physisches Gold abgreifen, das auch so schnell nicht wieder verkauft werden wird.

Schrumpfendes Angebot

Zugleich rechnen Experten damit, dass die Goldproduktion in 2016 sinken dürfte, nicht zuletzt auch, weil den Minenbetreibern während der Durststrecke der vergangenen Jahre weniger Geld für Investitionen zur Verfügung stand. Das rächt sich nun.

Zusammenfassend wird also das Angebot, insbesondere an physisch verfügbarem Gold, sinken, während die Nachfrage mit zunehmender Verunsicherung der Investoren steigen dürfte.

Denn was den Privatanleger im Kleinen umtreibt, interessiert Pensionsfonds natürlich genauso – und neben ihnen gibt es zahlreiche weitere institutionelle Player an den globalen Finanzmärkten, die womöglich ein Interesse daran entwickeln, ihr Portfolio künftig minimal umzuschichten – mit gewaltigen Auswirkungen auf den Goldpreis, von denen Sie als Anleger profitieren können.

11. März 2016

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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