Gold bleibt die Krisen-Währung Nr. 1

Auf dem Börsentag in Hamburg wurde ich auf die schwache Entwicklung des Goldpreises trotz der vielen Krisen angesprochen. Hier meine Meinung: (Foto: Billion Photos / Shutterstock.com)

Am Wochenende war ich in Hamburg auf den Börsentag. Dort ging es nicht nur um Aktien, sondern auch um Alternativen beim Vermögens-Aufbau.

Bei einigen Gesprächen am Messestand von GeVestor wurde ich auch auf das Thema Gold angesprochen.

Spekulationen und Ängste gehören inzwischen einfach dazu

Ein Besucher äußerte große Kritik an Gold als faktischer Absicherung. So sei der Goldpreis zwar kurzfristig stark von Spekulationen und Ängsten geprägt.

Aber hier hat es eine klare Gewöhnung gegeben:

Ob Nordkorea oder BrExit – all diese Bedrohungen spielen derzeit bei der Bewertung des Goldpreises als Angst-Währung keine große Rolle.

Diese Kritik ist sicherlich sogar bezogen auf die kurzfristige Preis-Entwicklung gerechtfertigt.

Allerdings versuchte ich dem Besucher auch die langfristigen Auswirkungen der aktuellen Geldpolitik klarzumachen und die wichtige Funktion des Goldes näherzubringen.

Wachsender Schuldenberg sorgt für massive Probleme

Hierzu gehören nun einmal die massiven Schulden, die derzeit weltweit immer mehr werden.

Mittel- bis langfristig werden wir hier eine deutliche Steigerung der Inflation erleben, denn anders wird es gar nicht möglich sein, die Schulden zurückzufahren.

Genau in diesem Umfeld und zusammen mit den vielen geopolitischen Krisen wird Gold als Krisen-Währung seine Rolle wieder komplett ausspielen.

Daher schaue ich auch auf die langfristigen Bewegungen beim Gold und nicht auf die kurzfristigen Tages-Schwankungen.

Sicherlich kann man auch im Trading-Bereich mit Gold kurzfristig Geld verdienen.

Aber da sollten Sie auch auf beide Seiten schauen und sowohl Long- als auch Shorts-Spekulationen ins Auge fassen!

Gold ist immer auch eine Währungs-Spekulation

Eine Tatsache sollten Sie auf jeden Fall beachten: Wenn Sie in Deutschland auf Gold setzen, ist es immer auch eine Währungs-Spekulation.

Das zeigt der Blick auf die aktuelle Entwicklung in diesem Jahr: Seit Anfang Januar 2017 hat sich der Goldpreis, in Euro berechnet, mit einem minimalen Zuwachs von 0,4 % fast nicht bewegt.

Die Dollar-Entwicklung sieht da schon ganz anders aus: Hier hat der Goldpreis seit Jahres-Anfang um rund 10% zugelegt.

Die Stärke der europäischen Gemeinschafts-Währung in diesem Jahr hat jedoch die positive Performance beim Gold nahezu komplett aufgezehrt.

Doch ungeachtet der Währungs-Schwankungen halte ich Gold eben mittel- bis langfristig für extrem wichtig für die persönliche Absicherung.

Dabei sollten Sie aber die Gewichtung nicht zu hoch ansetzen, denn sonst wird das Risiko für das Gesamt-Depot einfach zu groß!

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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