Gold erstmals über 2.000 US-Dollar

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Der Goldpreis hat ein neues Allzeithoch erreicht und erstmals die 2.000-Dollar-Marke übersprungen. (Foto: optimarc / Shutterstock.com)

Es ist vollbracht: Erstmals in seiner Geschichte ist der Goldpreis über die Marke von 2.000 US-Dollar je Feinunze geklettert. Der Goldpreis hat in diesem Jahr um über 30% zugelegt. Damit ist das gelbe Edelmetall eine der besten Anlageklassen des laufenden Jahres und hängt in Sachen Wertentwicklung die meisten Aktien deutlich ab.

Im Februar habe ich Ihnen hier im Schlussgong bereits zum Kauf von Gold geraten. Ich hoffe, Sie sind meinem Rat gefolgt. Und wie geht es weiter? Nach dem steilen Preisanstieg ist der Goldmarkt anfällig für Korrekturen, doch der längerfristige Trend zeigt nach oben. Die Notenbanken drucken unentwegt frisches Geld, um die Finanzmärkte zu stützen und die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern.

Ich rechne damit, dass in den kommenden Wochen, Monaten und auch Jahren noch sehr viel mehr Geld gedruckt wird, was den Goldpreis weiter antreiben sollte. Ich möchte Ihnen daher jetzt 2 Möglichkeiten vorstellen, wie Sie in Gold investieren können.

Möglichkeit 1: Physisches Gold

Anleger, die an der Entwicklung des Goldpreises teilhaben wollen, haben mehrere Möglichkeiten. Als erstes stelle ich Ihnen die einfachste Variante vor: Sie können Barren oder Münzen kaufen. Wenn Sie Gold als Versicherung gegen Extrem-Ereignisse nutzen möchten, sollten Sie das Edelmetall physisch erwerben.

Münzen sind einfach zu erwerben, da sie u. a. in kleinen Einheiten zu haben sind. Um bei einem späteren Verkauf flexibel zu sein, sollten Sie bekannte Goldmünzen wie Krügerrand, American Eagle oder Maple Leaf nutzen, die überall auf der Welt begehrt sind. Für diese Münzen werden Sie immer und überall Käufer finden.

Bei Barren ist im Gegensatz zu Münzen der Preisaufschlag geringer, welcher beim Kauf erhoben wird. Das liegt an den geringeren Produktionskosten und an dem oft höheren Gewicht. Barren bieten sich für Anleger an, die größere Summen in Gold parken möchten.

Vereinfacht kann man sagen: Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs ist umso geringer, je schwerer die Münze oder der Barren ist. Allerdings gibt es auch einen Nachteil, wenn Sie in physisches Gold investieren: Sie müssen die Münzen oder Barren zu Hause aufbewahren (Diebstahl-Gefahr), oder sie bei einer Bank deponieren (Was passiert, wenn die Bank plötzlich schließt?).

Möglichkeit 2: Gold-Wertpapiere

Eine weitere Möglichkeit sind Wertpapiere, die dem Goldpreis 1:1 folgen (etwa Euwax Gold oder Xetra Gold). Ich habe für Sie die Vor- und Nachteile zusammengefasst:

Die Vorteile: Die Wertpapiere sind leicht und schnell zu handeln. Sie sind günstig in der Anschaffung und müssen außerdem nicht bei Ihnen zu Hause oder im Banktresor physisch aufbewahrt werden. Das alles reduziert die Kosten.

Die Nachteile: Bei dem Kauf von diesen Wertpapieren handelt es sich nur um eine Inhaberschuldverschreibung. Das ist ein Wertpapier, welches eine Forderung gegen einen Emittenten verbrieft.

Allerdings: Einige Anbieter wie Xetra Gold und Euwax Gold kaufen das Gold und hinterlegen es anschließend physisch. Unter bestimmten Bedingungen kann dann das Gold an den Anleger ausgeliefert werden.

Fazit: Als Basis-Investment empfehle ich Ihnen physisches Gold (Barren oder Münzen). Wenn Sie kurz- und mittelfristig auf den Goldpreis setzen wollen, bieten sich leicht und günstig handelbare Wertpapiere wie Euwax Gold als Ergänzung an.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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