Gold-ETFs: Aktuelle Statistiken zeigen klaren Trend auf

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Die sehr beliebten Gold-ETFs haben viele Mittelzuflüsse. Doch gerade in Deutschland war der September hier eine klare Ausnahme. (Foto: Image Wizard/Shutterstock)

Der Goldsektor steht 2020 ganz besonders im Fokus. Das gilt zum einen für die vielen Goldaktien – auf die ich an dieser Stelle immer wieder eingehe. Das gilt aber auch für die Gold-ETFs, die sehr beliebt sind, weil die Investoren hier ganz einfach und schnell auf die Anlageklasse Gold setzen können.

Insofern zeigen uns die monatlichen Statistiken auch sehr gut auf, wie denn die Stimmung beim Gold gerade ist. Gibt es viele Mittelabflüsse, dann machen Investoren Kasse. Werden viele neue Positionen aufgebaut, dann werden die Aussichten für Gold weiterhin positiv eingeschätzt.

Die jetzt vom World Gold Council (WGC) vorgelegte Monatsstatistik für September 2020 zeigt eins ganz deutlich: Der September war jetzt der zehnte Monat in Folge mit Mittelzuflüssen bei den globalen Gold-ETFs.

So stiegen die Bestände insgesamt um 68,1 Tonnen im September – was einem Marktwert von 4,6 Mrd. USD entspricht. Nordamerika liegt bei den Zuflüssen klar an der Spitzen mit 34,6 Tonnen. Danach folgt schon Europa mit einem Zuwachs von 26 Tonnen. Seit Jahresanfang sind bislang schon rund 1.000 Tonnen Gold neu in die spezialisierten ETFs geflossen. Auch in diesem längeren Zeitraum liegt Nordamerika mit fast 649 Tonnen deutlich vor Europa mir annähernd 292 Tonnen.

Wenig überraschend nehmen die Vereinigten Staaten mit 634 Tonnen neuen ETF-Analgen in diesem Jahr den Spitzenplatz ein. Danach folgt Großbritannien mit 187,2 Tonnen. Hier sehen Sie deutlich: Die Briten setzen auf Sicherheit in der Corona-Krise und auch vor dem bevorstehenden Brexit, der ohne Frage das Potenzial hat, die Finanzmärkte auf der Insel ordentlich durcheinander zu bringen.

In Deutschland hat es aktuell Abflüsse aus Gold-ETFs gegeben

Doch im September hat der deutsche Markt eine interessante Entwicklung gebracht: Da sind die Positionen in Gold-ETFs um 1,6 Tonnen verkleinert worden. Gut möglich, dass hier einfach deutsche Anleger Kasse gemacht haben, nachdem der Goldpreis seit Jahresanfang deutlich über 20% gestiegen ist.

Seit Jahresanfang haben auch die Schweizer Investoren sich von Goldpositionen getrennt und etliche ETFs in der Schweiz haben hier ein Minus zu verkraften. Doch auch hier mag die wirklich gute Performance in den vergangenen 12 Monaten ein Grund dafür sein. Immerhin steht der Goldpreis auf Sicht von 12 Monaten noch mit knapp 20% im Plus.

Diese Statistiken zeigen doch deutlich: Der Goldmarkt ist stark in Bewegung und die Gold-ETFs bieten einen flexiblen Zugang zu diesem ganz besonderen Markt.

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Heiko Böhmer
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